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10.06.1994

486- und Pentium-Variationen von Drittherstellern moeglich Intel bietet Chips und Know-how fuer Hersteller von PCMCIA-Karten

MUENCHEN (CW) - "Smart Die" heisst nicht "Geschickt sterben", sondern bezeichnet ein Angebot des Mikroprozessor-Herstellers Intel. Die Firma bietet ab sofort Chips ohne Gehaeuse an, die der Kaeufer mit weiteren Bausteinen kombinieren und unabhaengig anbieten darf. Denkbar ist eine Kombination aus 486-Prozessor, Cache- Speicher und Ein- und Ausgabebausteinen, die nicht groesser ist als der 486-Prozessor mit Gehaeuse von Intel.

Intel bietet den Chip ohne Gehaeuse (englisch: "Die") jetzt direkt seinen Partnern und Haendlern an. Zum Verkauf stehen Flash- Speicherbausteine, 386-, 486- und Pentium-Prozessoren und Kommunikationsbausteine. Neu ist, dass Intel die Smart-Die-Chips vor der Auslieferung testet. Bisher hatte man die Bausteine ungeprueft verkauft, wobei die Abnehmer grosse Ausfallraten in Kauf nehmen mussten. Interessiert sind Firmen wie Micromodule Systems oder Kingston Technology, die unter anderem 486-Prozessoren mit mehr Zwischenspeicher (Cache) ausstatten als Intels Originalchips enthalten.

Micromodule arbeitet zur Zeit an einer verbesserten Version eines 486-Einsteckmoduls mit einer Taktfrequenz von 25 Megahertz. Parallel denkt man ueber PCMCIA-Produkte nach und testet ein acht mal acht Zentimeter grosses Modul fuer Multiprozessorsysteme, das Intels 100-Megahertz-Pentium und 512 KB Cache enthaelt.

Intel unterstuetzt mit den Smart-Die-Produkten vor allem die Herstellung von PCMCIA-Adapter, deren Bauteile direkt auf eine Leiterplatte montiert werden muessen und nicht im gewohnten Tausendfuessler-Gewand stecken koennen. Wer nicht ueber die noetigen Anlagen oder Kenntnisse verfuegt, kann auf Intels Kooperationsangebot "Technical Alliance Program" zurueckgreifen.