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26.03.1976 - 

Benger Ribana realisiert TP zum alten Hardware-Preis

50 Jahre IBM - dann kam Univac

BAD RAPPENAU - Nach der goldenen Hochzeit ging die Braut fremd. Am 24. November 1974 die 50jährige Zusammenarbeit zwischen der Firma Wilhelm Benger Söhne, Bad Rappenau, und IBM gefeiert. Hermann Holzapfel, Mitglied der IBM-Geschäftsleitung, der 1952 dem Hersteller der bekannten Ribana-Wäsche einen Kartenlocher selbst verkauft hatte, sprach in seiner Festrede von weiteren 50 Jahren guter, loyaler Partnerschaft. Die Presse berichtete.

Im kommenden Juli soll nun diese Ehe endgültig geschieden werden. Grund ist die Benger-Liaison mit Univac: Eine 90/30 löst dann die bislang 370/115 ab. Im Jahre 1924 hatte Benger mit IBM's Vorläuferin, der Deutschen Hollerith-Maschinen-Gesellschaft, den ersten Mietvertrag über eine Tabelliermaschine abgeschlossen. In den Sechzigern arbeitete der Textilbetrieb mit einer 360/20. Die 370/115 (96 K, zwei 3340-Platten mit je 70 MB) stand noch kein Jahr, als die Geschäftsleitung des schwäbischen Unternehmens ihrer EDV-Crew grünes Licht dafür gab, TP-Verarbeitung einzuführen, um die "Computerleistung per Bildschirm an den Arbeitsplatz" zu bringen. Entscheidend war, daß zu diesem Zeitpunkt (im Frühjahr 1975) das EDV-Budget nicht ausgeweitet werden konnte. Um die gewünschte Online-Lösung zu realisieren, wären jedoch Hardware-Erweiterungen des Systems 370/115 mit einem monatlichen Mietwert von 6000 Mark erforderlich gewesen. Nach Benchmarks entschied man sich deshalb für eine Univac 90/30 mit 128 KB, vier 30-MB-Platten und fünf Uniscope 200-Bildschirmen, die rund 20000 Mark Monatsmiete kostet - keinen Pfennig mehr als die 370-Batch-Anlage. de