Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.12.1974

50jähriges EDV-Jubiläum

STUTTGART - Genau vor 50 Jahren - am 24. November 1924 - begann die Zusammenarbeit zwischen der Firma Wilhelm Benger Söhne und der Deutschen Hollerith-Maschinen-Gesellschaft, dem Vorläufer des heutigen Giganten im internationalen EDV-Geschäft. An diesem Tag wurde der erste Mietvertrag über die Installation einer Tabelliermaschine geschlossen.

In dieser schnellebigen Branche sind 50 Jahre Geschäftsbeziehungen schon eine Seltenheit. Bedenkt man den Generationswechsel der EDV-Systeme und unterstellt man, daß der Mittelwert einer Computer-Generation etwa fünf Jahre ist, entspricht das "Goldene Jubiläum" ungefähr einem Erstvertrag, der im finstersten Mittelalter - an der Grenze zum 18. Jahrhundert - geschlossen wurde.

Die Firma Wilhelm Benger existiert seit 130 Jahren. Damals Wirkerei, vertreibt das Unternehmen heute weltweit unter dem Markennamen Benger-Ribana Bademoden. Außerdem fabriziert die Firma modische Freizeit- und Sportbekleidung für Damen, Herren und Kinder.

Seit Juni 1974 gibt es bei Benger die zweite deutsche Installation des IBM-Systems 370/115, die das vorhergehende Modell 360/20 abgelöst hat.

Die Tabelliermaschine steht heute im IBM-Museum. Noch immer im Einsatz ist ein Magnetkartenlocher aus dem Jahre 1952. Verkäufer dieses Geräts waren damals ein Herr Wahl, heute Vice President Data Processing Europe (Dr. M. A. Wahl) und Hermann Holzapfel, derzeit Mitglied der Geschäftsleitung der IBM Deutschland.

Anläßlich einer gemeinsamen Feierstunde der beiden Unternehmen überreichte die IBM der Geschäftsleitung der Benger-Werke im Hinblick auf "weitere 50 Jahre Zusammenarbeit" einen Riesenplastikwürfel von 1 x 1,50 Metern, in dem die Entwicklung der IBM aus technischer Sicht in Form von Bausteinen eingegossen ist.

In Echterding gibt es heute übrigens noch eine Familie Hollerith, die fernab vom großen Ruhm in einem kleinen Reihenhaus in der Gartenstraße. . . wohnt.