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12.09.1997 - 

Patentfragen geraten bei Modems zum Zankapfel

56-Kbit/s-Standard verzögert sich

Die Terminplanung der ITU ist ins Wanken geraten, weil zwischen den Unterstützern von "x2" um 3Com/U.S.Robotics und "K56flex" von Lucent und Rockwell noch Unstimmigkeiten bestehen. Das ITU-Komitee wollte ursprünglich bis Anfang September einen Entwurf vorlegen. Die endgültige Ratifizierung hätte dann im Januar 1998 stattfinden können.

Nach Ansicht von Les Brown, Vorstand der ITU Expertengruppe, beruhen die Schwierigkeiten weniger auf technischen Problemen als auf Fragen in Zusammenhang mit Patentrechten. "Keines der beiden Lager möchte den Eindruck erwecken, daß die andere Seite gewonnen hätte", äußert Brown. Wären die beiden Gruppen zu einem Kompromiß bereit, könnte alles relativ schnell gehen. Andernfalls müßte der Entwurf noch vor Januar unter Dach und Fach gebracht werden, um größere Verzögerungen zu verhindern.

3Coms Vice-President Joe Dunsmore spielt die internen Konflikte im Komitee herunter und bezeichnet sie als "ganz normal". Seiner Meinung nach hemme das Fehlen eines internationalen Standards den Verkauf von 56-Kbit/s-Modems nicht. Viele Hersteller versprechen ein kostenloses Upgrade auf den ITU-Standard, um Einbrüche bei den Verkaufszahlen zu vermeiden. Mit einer weiten Verbreitung von 56-Kbit/s-Access-Server-Ports rechnet IDC frühestens in der zweiten Hälfte 1998.

Bereits jetzt ist die 56-Kbit/s-Technologie beispielsweise für den AS5200 Universal Access Server von Cisco verfügbar. Ab dem 1. Februar 1997 gekaufte Geräte lassen sich kostenlos auf 56 Kbit/s aufrüsten. Das System basiert auf dem K56Flex-Modemprotokoll von Rockwell und Lucent.

Der Markt für 56-Kbit/s-Modems ist weiter entwickelt als der für Access Server Ports. Im September stellt Aztech Systems aus Bremen ein neues internes 56-Kbit/s-Modem vor. Dabei handelt es sich um eine reine Hardwarelösung, die nur wenig CPU-Kapazität benötigt. Das Modem soll mit Software auf künftige ITU-Standards erweiterbar sein. Mitte September bringt der taiwanische Hersteller Carry Computer Eng. aus Taipeh eine PCMCIA-Karte, die K56flex unterstützt, auf den deutschen Markt.