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22.10.1976 - 

Neue HP-Serie 1000 mit "Olympischer Mikrozykluszeit"

60 Prozent schneller, 9 Prozent billiger

FRANKFURT - Hewlett-Packard hat jetzt eine neue bildschirmorientierte Rechnerfamilie vorgestellt, deren vier Modelle gegenüber der Vorgängerserie 21 MX mit um 60 bis 100 Prozent schnelleren Prozessoren ausgerüstet sind - und das bei durchschnittlich 9 Prozent niedrigeren Kaufpreisen (zwischen 117 000 und rund 250 000 Mark).

Die vier Systeme 30, 31, 80 und 81 der neuen HP-Serie 1000, an die jeweils bis zu vier Terminals angeschlossen werden können, liegen - so Hewlett-Packard - in etwa im Leistungsbereich der PDP-11/34 und /45 von Digital Equipment, der Nova 3/D von Data General sowie in dem des Systems 11 von Modcomp.

Als typische Einsatzgebiete für die beiden kleineren Serie-1000-Modelle 30 und 31 nennt HP Computer aided Design grafische Datenverarbeitung und Simulationen. Die Modelle 80 und 81, die standardmäßig über die Datenbank-Software Image/1000 verfügen, sind - so der HP-Pressetext - speziell für die Betriebssteuerung und -überwachung in Fertigungsbetrieben geeignet. Darüber hinaus können sie aber auch aufgrund ihrer schnellen CPUs und großen Speicherkapazitäten (Hauptspeicher ausbaufähig bis maximal 512 KB) innerhalb eines Rechner- Verbundnetzes eingesetzt werden.

Die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit bei seinen neuen Modellen erzielte HP insbesondere durch eine spezielle Firmware ("dynamische Mikrozykluszeit"): Die Zykluszeit ist nicht -

wie allgemein üblich - entsprechend der langsamsten Operation festgelegt worden. Der Prozessor ordnet vielmehr jeder langsamen Operation eine Zykluszeit von 280 Nanosekunden, den schnelleren Operationen dagegen eine Zykluszeit von nur 175 Nanosekunden zu.

Alle Systeme der Serie HP 1000 arbeiten unter dem plattenorientierten Realtime-Executive-Betriebssystem (ETE), das Features wie Multiprogramming und Batch-Spool-Monitoring bietet sowie die Programmierung in den Sprachen Basic, Fortran, Algol und HP-Assembler ermöglicht.

Weitere Vorzüge der neuen HP-Rechnersysteme: Ein "Writeable Control Store" mit einer Kapazität von 8,5 K Worten ä 24 Bit für vom Anwender erstellte Mikroprogramme sowie eine Mikroprogramm-Software einschließlich Mikro-Assembler, -Editor, Lader und Fehlersuchroutinen. sf