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Lotus schliesst Kuhhandel mit US-Regierung


26.01.1996 - 

64 Bit lange Verschluesselung auch in Exportversion von Notes

Die Software-Industrie der Vereinigten Staaten wehrt sich massiv gegen die Auflage, ihre Produkte nur mit 40 Bit langen Verschluesselungscodes exportieren zu duerfen. Wie sie anhand eines Berichts aus dem Handelsministerium zu belegen sucht, wird sie bis zum Jahrtausendwechsel 60 Milliarden Dollar einbuessen, wenn sie die derzeit gueltigen Vorgaben weiterhin einhalten muss.

Nach Ansicht der Software-Unternehmen halten die Kunden mindestens 56, wenn nicht 64 Bit fuer erforderlich, seit die 40-Bit- Verschluesselungen immer haeufiger geknackt wuerden. Ein 64 Bit langer Code steht in dem Ruf, auch mit Supercomputern nicht entschluesselt werden zu koennen.

Auch Lotus war bislang gezwungen, die fuer den Auslandsvertrieb bestimmten Kopien des Groupware-Produkts "Notes" auf eine nur 40 Bit umfassende Verschluesselungsmoeglichkeit zu reduzieren. Nach monatelangen Verhandlungen erteilte die US National Security Agency (NSA) jetzt die Exportfreigabe fuer eine 64-Bit-Ausfuehrung der Verschluesselungskomponente - unter der Bedingung, dass aus Sicht der Regierung alles beim alten bleibe, sprich: dass sie den Schluessel fuer die zusaetzlichen 24 Bit frei Haus erhalte.

Lotus akzeptierte. Waehrend die Kunden den millionenfach verstaerkten Schutz gegen Hacker-Aktionen sicher begruessen werden, erwartet Notes-Entwickler Ray Ozzie heftigen Protest von seiten auslaendischer Regierungen, die den US-Behoerden ihren Entschluesselungsvorsprung neiden. Jedenfalls werde er, so scherzte er gegenueber der US-Presse, schon einmal genuegend Speicherplatz in seiner Voice-Mailbox bereitstellen.