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10.09.1999 - 

Unix-Anbieter liegen vorn

64-Bit-Windows auf Merced

MÜNCHEN (CW) - Microsoft und Intel haben bekanntgegeben, daß es gelungen ist, den Prototypen eines Windows-Betriebssystems mit 64-Bit-Technik auf dem ebenfalls 64-Bit-basierenden "Merced"-Chip laufen zu lassen.

Mit dieser Meldung tritt Microsoft dem Verdacht entgegen, das Unternehmen sei technologisch ins Hintertreffen geraten. Bislang war die Softwareschmiede sowohl im Datenbank- als auch im Betriebssystem-Bereich der einzige Anbieter von Rang, der keine 64-Bit-Strategie vorweisen konnte. Hersteller wie HP oder Sun wollen zur Auslieferung des Merced-Chips Mitte nächsten Jahres ein passendes Betriebssystem liefern.

Microsoft will Ende 2000 nachziehen. Das lange Zögern erklären Branchenkenner mit Problemen bei der Datenbankentwicklung. Nun hat der Hersteller jedoch bekanntgegeben, daß mit dem 64-Bit-Windows auch Kernkomponenten der "Back-Office"-Suite, insbesondere die Datenbank "SQL Server", in entsprechender Technik auf den Markt kommen. Die Unterstützung von Intels IA-64-Architektur mit einem Betriebssystem, jedoch ohne Datenbank, hätte bedeutet, den Warehousing-Markt an Konkurrenten wie Oracle und Informix zu verlieren, die längst mit 64-Bit-Produkten aufwarten können. Data-Warehousing gehört aber zu den wenigen Bereichen, für die man tatsächlich 64-Bit-Eigenschaften braucht.

Für Verwirrung hatte die Meldung über den neuen Prototypen gesorgt, weil kürzlich bereits die Alpha-Version einer 64-Bit-Variante von Windows 2000 vorgeführt worden war. So kam der Verdacht auf, daß es sich möglicherweise um ein völlig neues Betriebssystem handeln könne. Inzwischen hat Microsoft jedoch klargestellt, daß das 64-Bit-Windows auf dem Sourcecode von Windows 2000 basiert und daher auch die derzeitigen 32-Bit-Anwendungen unterstützen soll.