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01.08.1975

866 Programme von 173 Firmen

MÜNCHEN - Insgesamt 836 Software-Pakete werden in der soeben erschienenen Jubiläums-Ausgabe Isis-Software-Report Nr. 10 der Infratest Wirtschaftsforschungs GmbH angeboten. Damit hat sich die Zahl der am Software-Markt verfügbaren Standardprogramme gegenüber dem Vorjahr erneut um 29,6 Prozent erhöht, nachdem von 1973 auf 1974 bereits eine Zunahme um 27 Prozent zu verzeichnen war.

Die Zahl der Anbieter, vornehmlich Beratungsunternehmen und Software-Häuser, hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre verdoppelt und beträgt jetzt 173 Firmen (Grafik), von denen 35 ihren Geschäftssitz im Ausland haben.

112 Firmen bieten 490 kommerzielle Programme an, 34 offerieren 112 technisch/wissenschaftliche Software-Pakete und 91 Software-Anbieter vertreiben 264 System- oder Dienst-Programme (bei den Firmen sind Mehrfachnennungen möglich).

Im kommerziellen Bereich sind etwa 20 Programme mehr als 20mal im deutschsprachigen Wirtschaftsraum installiert, weitere 30 Programme fallen in die Gnlppe 11 bis 20 Installationen.

Andererseits sind über 70 Prozent der Programme für kommerzielle Anwendungen weniger als fünfmal im Einsatz, davon über die Hälfte gar mit null oder einer Installation.

Gut 70 System/Dienst-Programme sind in der BRD, Schweiz und in Österreich mehr als 20mal installiert, davon über 50 sogar mehr als 50mal

Zu den erfolgreichsten Systemprogrammen zählen Grasp mit über 300 Installationen, NPG (213), DOS Dump Restore Plus (190), SPL (170), Librarian (122), Document (72), Detab GT (66), CA Sort (57), Quickdraw (53).

Konstante Preise

Die Bestseller in kommerziellen Bereich finden sich vornehmlich für Anwendungen im Personalwesen und in der Buchhaltung, für die 14 bzw. 12 Programme angeboten werden, die mehr, als zehnmal installiert sind.

Die Zahlen zeigen, daß sich herstellerunabhängige System-Software zunehmend durchsetzt, während die bekannten Vorbehalte der Anwender betreffs Anpassungsschwierigkeiten noch nicht aus dem Wege geräumt werden konnten.

Laut Isis-Katalog wird das teuerste kommerzielle Programm "Baukost" (bis 500 000 Mark) von der Schweizer Firma Megos angeboten - bisher weltweit einmal installiert. Anders sieht es beim teuersten System-Software-Programm aus. Das Datenbank-Paket "System 2000" ist zwar in Deutschland ganz neu auf dem Markt, ist aber weltweit 60mal im Einsatz und kostet hierzulande 393 000 Mark.

Ansonsten aber sind die Preise eher gemäßigt. Die Mehrzahl der kommerziellen Programme kostet zwischen 20 000 und 50 000 Mark, nur rund 30 Prozent der Systemsoftware-Pakete kostet über 20 000 Mark.

Die neue Isis-Ausgabe (der Report erscheint zweimal jährlich zum Jahrespreis von 235 Mark) zeigt, daß die Preise nicht nur überwiegend, sondern nahezu ausnahmslos konstant geblieben sind. Lediglich die wenigen großen Software-Häuser mit nennenswertem Umsatz mit kommerziellen Standard-Paketen (ADW Orga oder MBP) erhöhten die Preise im Rahmen des derzeit Üblichen.

Bemerkenswert ist auch, daß den Software-Käufern anders als vor drei bis vier Jahren nun überwiegend auch Source-Decks zur Verfügung gestellt werden - allerdings nicht bei System-Software, für die nach wie vor vornehmlich Object-Decks ausgeliefert werden.