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01.04.1994

900000 produzierte 486-Prozessoren pro Quartal Die Intel Corp. unterliegt AMD im Rechtsstreit um Mikrocode

MUENCHEN (CW) - Ein Bundesgericht in San Jose entschied nun im Rechtsstreit zwischen Intel und AMD zugunsten des Kleineren.

Nach einstimmiger Auffassung der kalifornischen Richter darf der Prozessor-Cloner auch weiterhin Chips verkaufen, die Mikrocode von Intel beeinhalten.

Der Rechtsstreit begann 1990, kurz nachdem AMD den mathematischen Koprozessor AMD80C287 vorgestellt hatte, der geschuetzten Intel- Mikrocode enthielt. AMD verwies damals auf ein Lizenzabkommen mit Intel aus dem Jahre 1976, das bis 1995 Gueltigkeit hat.

Strittig war die Frage, ob sich dieses Abkommen auch auf die interne Programmierung von Mikroprozessoren und entsprechenden Peripheriebausteine bezieht. Intel wollte die Uebereinkunft nicht so weitreichend ausgelegt wissen, AMD argumentierte, dass man schliesslich mit der Herstellung von Mikrochips sein Geld verdiene. Die Richter bestaetigten jetzt AMDs Auffassung.

Welche Auswirkungen dieses Grundsatzurteil auf die beiden weiteren anhaengigen Rechtsstreits der Prozessorhersteller ueber den Bau von 386- und 486-CPUs hat, laesst sich nicht abschaetzen. AMD geht davon aus, dass Intel damit die Grundlage fuer die erfolgversprechende Argumentation in diesen Verfahren genommen sei und die Richter nun ebenfalls zu Gunsten des Cloners entscheiden werden.

Dass es dabei nicht nur wegen der astronomisch hohen Schadensersatzforderungen um viel Geld geht, beweisen die Produktionszahlen, die AMD fuer das laufende Quartal bekanntgab. Danach konnte die geplante Stueckzahl von 700000 gefertigten 486- Prozessoren auf 900000 nach oben korrigiert werden.