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16.08.1991 - 

Technologieberater geht fremd

Aachener CIM-Center tritt als Anbieter eigener Produkte auf

AACHEN (CW) - Ursprünglich für den eigenen Bedarf hat die CIM-Center GmbH, Aachen, die Softwareprodukte "CC-Draw" und "CC-Methoda" entwickelt. Jetzt wollen die ClM-Spezialisten wissen, ob sich der Entwicklungsaufwand möglicherweise auch in Mark und Pfennig auszahlt.

Geschäftsführer Peter Kettner läßt keinen Zweifel daran, daß der Produktvertrieb eigentlich nicht zum Metier des aus dem Werkzeugmaschinen-Labor (WZL) der Technischen Hochschule Aachen erwachsenen Unternehmens gehört: "Unser Ziel ist es nicht, ein Softwarehaus zu werden." Möglicherweise werde er die Produkte irgendwann sogar im Quellcode und mitsamt dem Kundenstamm an ein anderes Unternehmen verkaufen.

CC-Draw ist ein vektororientierter Grafikeditor mit einer Benutzeroberfläche, die auf OSF/Motif basiert, aber eine Reihe von Open-Look-Features enthält. Das Produkt läuft zunächst unter Sun-OS von Sun Microsystems sowie unter SCO- und Interactive-Unix. Eigenen Aussagen zufolge plant der Anbieter auch Versionen für HP-UX und DEC-Ultrix, wobei er die Portierung auf die Digital-Equipment-Version - sowie auf weitere Unix-Derivate - von der jeweiligen Nachfrage abhängig machen will.

Während die Grafiksoftware für den Endanwender bestimmt ist, wendet sich CC-Methoda an den Anwendungsentwickler. Das ebenfalls für Unix-Rechner ausgelegte Produkt erleichtert, so der Hersteller, die Verwaltung von Texten, Sprachen, Online-Manuals und Fehlermeldungen.

Seine eigentliche Aufgabe sieht das rund 40 Mitarbeiter starke Unternehmen im Know-how-Transfer und der herstellerneutralen Beratung von mittleren Fertigungsunternehmen. Daneben haben sich die Aachener zum Ziel gesetzt, die Spezifikationen einer überbetrieblichen Datenbank für zerspanende Werkzeuge zu erarbeiten.

Das Unternehmen wird zur Hälfte von einem eigens zu diesem Zweck gegründeten CIM-Verein sowie zu einem Viertel vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen getragen. Es verbuchte 1990 Gesamteinnahmen in Höhe von 2,8 Millionen Mark, die es im laufenden Jahr um etwa 40 Prozent übertreffen will.