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11.04.2003 - 

Controlling-Komponente für Risiko-Management

Abas bringt Linux auch auf den ERP-Client

MÜNCHEN (CW) - Die Abas Software AG aus Karlsruhe hat einige Neuerungen rund um ihr gleichnamiges ERP-Paket vorgestellt. Neben einer CTI-Schnittstelle und einem Controlling-Modul gehört dazu die Kooperation mit IBM im Bereich der I-Series.

Trotz Konjukturproblemen hat sich Abas unter den mittelständischen ERP-Anbietern ganz gut geschlagen. Zwar konnte der Hersteller, der ausschließlich indirekt vertreibt, seinen 2001 getätigten Umsatz von 35 Millionen Euro im vergangenen Jahr nicht steigern, in diesem Jahr ist man aber zuversichtlich, die geplanten 40 Millionen Euro zu erwirtschaften. Dazu hat sich Abas unter anderem vorgenommen, die weltweit installierte Basis von 1300 ERP-Systemen um 150 zu erhöhen.

Die Produktankündigungen der letzten Monate sollen dieses Vorhaben unterstützen. Eines der Highlights darunter war, dass die Linux-Unterstützung am Server mit Version 2003 auch auf den Client ausgedehnt wurde. Das hat erhebliche Kostenvorteile zur Folge. Die Karlsruher stellen als extreme Fälle die Frontend-Varianten Windows 2000/XP mit MS Office den Linux-Arbeitsplätzen mit Open Office gegenüber und kommen zu dem Ergebnis, dass die auf fünf Jahre gerechneten Investitionskosten pro PC im reinen Microsoft-Umfeld 1290 Euro betragen, während die Open-Source-Variante nur Ausgaben von 195 Euro verursacht.

Zu den jüngsten Ankündigungen gehört eine Schnittstelle zur Computer-Telephonie-Integration (CTI). Sie ermöglicht es zum Beispiel, bei einem eingehenden Telefonat automatisch die zum Anrufer zugehörigen Informationen einzublenden. Aus den Abas-Informationen heraus kann im Gegenzug über einen Button direkt eine Telefonnummer angewählt werden. Diese Funktion soll vor allem die Arbeit im Kundenservice erleichtern.

Eine andere funktionale Ergänzung seiner Business-Software hat der Hersteller im Bereich Risiko-Management vorgenommen. Über das Modul "Corridor Controlling" lassen sich, aufbauend auf den Ist-Daten des Rechnungswesens, Budgets und Plandaten ableiten. Die von der Software gelieferten Charts etwa zu Erlösen, Ergebnis vor Steuern, Finanzmitteln und Eigenkapital sollen die Erstellung eines Risikoberichts beschleunigen. Als "Korridore für zielorientiertes Handeln" werden dabei vier Szenarien abgebildet: "Best Case" beschreibt eine optimale Entwicklung, "Possible Case" das wahrscheinlichste Ergebnis bei nicht optimaler Entwicklung, "Break Even Case" prognostiziert die Nutzenschwelle und "Worst Case" ein Nichterreichen der Nutzenschwelle.

Mit der Partnerschaft zu IBM schließlich verbindet Abas die Hoffnung, im Bereich der nach wie vor verbreiteten Midrange-Plattform der I-Series (AS/400) stärker Fuß zu fassen. Dies soll über die Portierung der Linux-Version erfolgen, die dann auf einer Partition des Prozessors laufen könnte. (ue)

Abb: Einführungsdauer

Abas beziffert die durchschnittliche Einführungszeit seiner Business-Software mit 7,2 Monaten. Der Mittelwert für andere ERP-Pakete wird mit 10,1 Monaten angegeben. Quelle: Abas