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17.10.1975

Abfindung für DV-MitarbeiterWas wird aus den Xerox-Leuten?

MÜNCHEN - Die schrittweise Einstellung des Computergeschaftes bei Rank Xerox bedingt die Entlassung von Mitarbeitern. In Abstimmung mit der Rank Xerox GmbH, Düsseldorf mit dem Gesamtbetriebsrat, fand die juristisch nicht selbständige Computer-Abteilung in München eine "soziale Lösung für das Problem", - wie von RX-Mitarbeitern zu erfahren war.

Ein Teil der 80 Münchener Mitarbeiter wird zum Ende März 1976 fristgerecht gekündigt. Als freiwillige soziale Leistung erhalten die ausscheidenden Mitarbeiter eine nach Einkommen und Beschäftigungszeit gestaffelte "ansehnliche Abfindung". Die verbleibenden Mitarbeiter erhalten, je nach Wichtigkeit, zusätzliche vertragliche Absicherungen und Gehaltszusagen, damit die langfristige Abwicklung des Geschäftes gesichert ist.

Rank Xerox wird bis 1982 die Wartung der bereits installierten Anlagen und der noch auszuliefernden Computer garantieren. Ein größerer Lagerbestand an Computern ist noch zu vermarkten. Mehrere Entwicklungsaufträge sollen noch abgewickelt werden, desweitern sind Software- und Vertriebsunterstützung zu leisten.

Unter allerdings anderen arbeitsrechtlichen Verhältnissen nimmt auch die Xerox Data Systems Division in den USA in größerem Umfang Entlassungen vor, wie die Computerworld berichtet. In Abhängigkeit von Alter und Beschäftigungsjahren werden den entlassenen Mitarbeitern die Gehälter und Versicherungsbeiträge bis zu maximal 12 Monaten weitergezahlt, ohne daß die Mitarbeiter weiter tätig sein müssen.

In der BRD sollten Arbeitnehmer - so die Auskunft der Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg, auf eine CW-Anfrage - das Thema Abfindung mit Vorsicht angeben. Abfindungen bei der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses können vorübergehend den Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung aussetzen. Wird vom Arbeitgeber die gesetzliche oder vertragliche Kündigungsfrist voll eingehalten und zusätzlich eine Abfindung als freiwillige soziale Leistung gezahlt, ist das im allgemeinen unbedenklich. Wird die Abfindung jedoch gezahlt, damit der Arbeitnehmer ganz oder teilweise auf die Einhaltung der Kündigungsfrist verzichtet, hat dieser zunächst keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. Im Regelfall gilt die "Sperre" für den Zeitraum, in dem ein der Abfindung entsprechendes Einkommen zu erwarten gewesen war.

Arbeitsamt fragen

Die Experten der BA empfehlen deshalb: "Wenn bei der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses über Abfindungen gesprochen wird, sollte der Arbeitnehmer beim Arbeitsamt prüfen lassen, ob sie im Hinblick auf seine Arbeitslosenversicherungs-Ansprüche unbedenklich sind".