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05.12.1997 - 

Comdex-Teilnehmer diskutieren über konkurrierende Verfahren

Abgrenzung zwischen ATM und Gigabit Ethernet nimmt Formen an

Als Backbone-Technologie der Zukunft stehen dem Administrator zwei Verfahren zur Wahl: Die Stärken des Asynchronous Transfer Mode (ATM) liegen in den Bereichen Datendurchsatz, der skalierbar und ausbaufähig ist, den Multimedia-Fähigkeiten und vor allem in der Quality of Services (QOS). Diese Dienstgüten versehen Datenströme mit Prioritäten, so daß zeitkritische Anwendungen verläßlich arbeiten können. Auf der Minusseite sind die vergleichsweise hohen Komponentenpreise und das erforderliche umfangreiche Know-how zu nennen.

In diesen beiden Punkten zeigt die konkurrierende Alternative Gigabit Ethernet ihre Stärken. Obwohl bis dato nur wenige Geräte verfügbar sind, erwarten Marktbeobachter rasch fallende Preise. Außerdem können Anwenderunternehmen ihr über Jahre hinweg aufgebautes Fachwissen zur Ethernet-Technologie weiterhin nutzen. Doch Interessenten müssen auch einige Nachteile in Kauf nehmen. Gigabit Ethernet erreicht eine maximale Übertragungssrate von 900 Mbit/s, sie kann aber je nach Art des Datentransfers auf 200 Mbit/s sinken. Die Übertragungsentfernungen sind mit 25 Metern in Koax-Netzen sehr kurz. Die Frage, wie 100 Meter über UTP-Kabel zu bewältigen sind, ist bis dato ungelöst. Gigabit Ethernet stellt zudem nichts anderes als den letzten Entwicklungsschritt des altehrwürdigen Klassikers Ethernet dar.

Angesichts dieser Voraussetzungen haben Experten Abgrenzungen herausgefiltert, die Anwender als Entscheidungshilfe heranziehen können. "Die Wahl zwischen ATM und Gigabit Ethernet ist ein wichtiger Schritt", erläuterte Douglas Hill, Vice-President der Xylan Corp., auf der Comdex. "Mehr als mit dem aktuellen Bedarf hat sie damit zu tun, welche Applikationen in der Zukunft im Unternehmen zum Einsatz kommen sollen."

Werden etwa Anwendungen benötigt, die Multimedia-Daten in Echtzeit über WANs und LANs schicken müssen, führt kein Weg an ATM vorbei, denn alle wichtigen Carrier rüsten ihre Infrastruktur in Richtung des asynchronen Übertragungsverfahrens auf. Kleinere Unternehmen mit bis zu 500 Desktops und ohne große Anforderungen an die WAN-Übertragungsstrecke, so der Xylan-Manager, dürften dagegen keinen Bedarf an ATM haben und sollten Gigabit Ethernet unter die Lupe nehmen.

Voraussetzung für jede Entscheidung ist jedoch ein möglichst genauer Kenntnisstand über die zu transportierenden Daten. Nicht die absolut benötigte Bandbreite sei das wichtigste Kriterium für die Wahl der Technik, so Frank Dzubeck, Consultant aus Washington. Die Anwender sollten sich statt dessen überlegen, welche Datenformate die Netze künftig passieren werden.