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03.03.1995

Abkommen unterzeichnet und Aufgabenverteilung umgekehrt Bull entwickelt Top-Mainframes fuer NEC mit CMOS-Technologie

TOKIO/PARIS (IDG/vwd) - Bull und NEC haben ihr langjaehriges OEM- Abkommen vom Kopf auf die Fuesse gestellt. Demnach werden die Franzosen zukuenftig ihre Mainframes nicht mehr von den Japanern beziehen und unter dem "GCOS"-Logo vermarkten, sondern selbst fuer sich und die Japaner die naechste Generation von Grossrechnern entwickeln und produzieren.

Die neuen 36-Bit-Maschinen namens "Jupiter" werden die ersten Grossrechner fuer das GCOS-8-Segment sein, die Bull in der CMOS- Prozessor-Technologie auslegt. Bisher setzten die Franzosen die kostenguenstiger zu produzierenden CPUs nur in ihren kleinen und mittleren Mainframes ein. Schon frueher hatte NEC

bekanntgegeben, Hochleistungs-Unix-Server von Hewlett-Packard (HP) vermarkten zu wollen.

Die neue Grossrechnerlinie der beiden auch finanziell verbundenen Unternehmen existiert bisher nur auf dem Reissbrett. Allerdings sollen sie nach Meldungen des britischen Informationsdienstes "Computergram" ab Dezember 1996 vermarktet werden. Sie loesen die Bull-Modelle

"DPS 9000/900" sowie die NEC-Grossrechner "3700" und "3900" ab.

Wie Bull mitteilte, werden die neuen Rechner sowohl in der US- Niederlassung des Konzerns in Phoenix, Arizona, als auch im Forschungszentrum Les Clayes in Frankreich entwickelt. Bull wird in die Jupiter-Maschinen die Distributed-Processing-System-(DPS- )Architektur implementieren. NEC traegt laut "Computergram" Ingenieurkapazitaeten fuer das gemeinsame Design der Mainframes bei. Das NEC-Betriebssystem "Acos-6" und verschiedene Software-Tools sollen auf Jupiter portiert werden.

Nach Herstellerangaben bietet die Serie ein besseres Preis- Leistungs-Verhaeltnis als die bisherigen Mainframe-Offerten der Japaner. Mit dem Projekt seien Investitionen von rund 40 Millionen Dollar verbunden.