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27.05.1994

Ablehnende Haltung offenbar revidiert Die IBM diskutiert mit Bull ueber eine Erhoehung ihrer Beteiligung

LONDON (CW) - Das kategorische Nein der IBM Corp., ihre Beteiligung an der Groupe Bull zu erhoehen, scheint einem vielleicht doch gewichen zu sein. Jedenfalls diskutiert IBM- Europa-Chef Hans-Olaf Henkel mit Bull-President Jean-Marie Descarpentries darueber, welchen Beitrag Big Blue zur Privatisierung des franzoesischen Staatskonzerns leisten kann.

Henkel erklaerte, er halte die IBM-Bull-Allianz fuer "extrem interessant". Descarpentries und dessen Restrukturierungsplan habe "ihn positiv beeindruckt, obwohl Bull eigentlich ein Konkurrent ist". Das berichtet der englische Branchendienst "Computergram" unter Berufung auf die franzoesische Zeitschrift "La Tribune- Defosses".

Auf die fruehere kategorische Ablehnung einer weiteren Beteiligung an Bull ging der Europa-Chef nicht ein, erklaerte lediglich, beide Unternehmen muessten zunaechst ihre Umstrukturierungsvorhaben abschliessen. In diesem Zusammenhang raeumte Henkel ein, dass die Situation im IBM-Grossrechner-Werk in Montpellier "sehr besorgniserregend" sei, aber "Massnahmen ergriffen" wurden, die den weiteren Betrieb sicherstellen sollen. Seiner Meinung nach bleibe Montpellier noch lange Bestandteil der IBM. Dessen ungeachtet, muesse Big Blue in Europa in diesem Jahr 10000 Arbeitsplaetze abbauen. Auch 1995 kaeme man nicht um Stellenstreichungen herum. IBM-Europa werde aber 1994 mit schwarzen Zahlen abschliessen, betonte Henkel. "Zur Zeit bestaetigt der Geschaeftsverlauf diese Prognose."

In dem Gespraech mit "La Tribune Defosses" zeigte sich Henkel auch an einer Beteiligung an einer privatisierten Deutschen Telekom oder der franzoesischen Telecom interessiert. Jeder Carrier "waere aus technologischer und aus finanzieller Sicht ein sehr interessanter Partner", sagte er und mahnte eine schnellere Liberalisierung an.