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Neuer Beitrag zum "Start"- System kommt aus Bayern:


31.07.1987 - 

Abres soll per DV Tourismus ankurbeln

MÜNCHEN (ujf) - Das "amtliche bayerische Reisebüro" (abr), das mehrheitlich der Bundesbahn gehört, ging vor wenigen Tagen mit einem neuen Reservierungssystem ans Netz. Damit wird der Umfang der über das "Start"- System abgewickelten Reiseangebote über Hotels bis hin zu privaten Zimmervermietern ausgedehnt.

Nach längerer Vorlaufzeit und einem mehrwöchigen Pilotbetrieb ist das System "abres" - ein Kunstwort aus "abr" und "Reservierung" - fertiggestellt. Inzwischen ist die Anbindung des Münchner Honeywell-Bull-Rechners an die Frankfurter Siemens-Datenzentrale des deutschen Touristik-Gemeinschaftsunternehmens "Start-Datentechnik für Reise und Touristik GmbH" nach einigen Anpassungsarbeiten abgeschlossen. Dann wird "abres" als neuestes Angebot in diesem Computerverbund automatisierte Hotel- und Zimmerbuchungen von jedem mit einem "Start"- Terminal ausgestatteten Reisebüro aus ermöglichen.

Über die standardisierte Bildschirmmaske von "Start" bietet das bayerische Schwesterunternehmen der Deutschen Reisebüro GmbH (DER) Hotels und Privatquartiere sowie Ferienwohnungen in einigen bayerischen Urlaubsorten und mehreren Städten an. Im Lauf der nächsten Zeit sollen Hoteliers und Fremdenverkehrsbüros in der ganzen Republik für die Teilnahme an der DV-Dienstleistung geworben werden.

Datensätze selbst pflegen

Die bayerische DB-Tochter hat ihr System so ausgelegt, daß die Informationsanbieter per "Start"-Btx-Terminal ihre Datensätze selbst pflegen können; wird dieses Angebot angenommen, so läßt sich der Aufwand für die Datenerfassung geringhalten. Für die Input-Lieferanten zahlt sich diese Selbständigkeit in barer Münze aus: sie sparen dabei Gebühren. Außer einer monatlichen Gebühr von 27 Mark fallen im Falle einer Buchung zusätzlich zur üblichen Reisebüro-Provision "Systemkosten" in Höhe von drei Prozent des Umsatzes an.

Für die Anbieter liegen nach Ansicht des abr die Vorteile darin, daß bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt

- spätestens 18 Uhr des Anreisetags

- noch über den Rechner gebucht werden kann. Das Argument für die Kunden: Sie bekommen per Computer alle nötigen Informationen über in Frage kommende - das heißt nicht ausgebuchte - Unterkünfte einschließlich Preis und Ausstattung. Im Fall einer Buchung werden sofort die entsprechenden Hotelgutscheine ausgedruckt.

Dem Reisebüro soll die rechnergestützte Dienstleistung vor allem ein leichtes Zusatzgeschäft bringen. Ohne nennenswerte Einarbeitung der Kundenberater und ohne hohe Kosten werde ein Zusatzgeschäft erschlossen. Die deutschen Urlaubsreisenden buchen nämlich bisher ihre Inlandsreisen in der Regel nicht im Reisebüro; dort kaufen sie nur die Bahnfahrkarten.