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11.01.1980

Abrupte Preiseinbrüche bei Magnetplatten:Die Stunde des Propheten

LAS VEGAS (cw) - Für den Mini- und Mikrocomputermarkt wird im soeben begonnenen Jahrzehnt ein atemberaubender Aufschwung vorhergesagt: Bis zum Ende der achtziger Jahre sollen sich die Umsätze im Geschäft mit kleinen Bürosystemen, die weniger als 100000 Dollar kosten, fast verfünfzehnfachen. So jedenfalls skizziert Gene Calvano, Entwieklungschef der kommerziellen OEMGruppe bei Digital Equipment Corp., die Markttendenzen der kommenden Jahre.

Die Zubehörkosten fallen weiterhin die Programmgeschwindigkeit wird sich verdreifachen, die Systemanwendung wird bis in das Kinderzimmer vordringen, die Betriebssicherheit wird erhöht werden, und Reparaturen lassen sich einfacher und schneller bewerkstelligen. Das ist die Computerzukunft, wie Calvano sie sieht. Die Systemkosten sollen alle fünf Jahre um den Faktor drei abgleiten und die Speicherkosten in derselben Zeitspanne um den Faktor zehn fallen. Wegen sprunghafter technologischer Veränderungen, wie sie etwa die kürzlich eingeführte Acht-Inch-Festplatte darstellt, sollen die Magnetplattenpreise zwar langfristig betrachtet im gleichen Ausmaß absinken wie die der übrigen Speichermedien, doch soll dies in Form abrupter Preiseinbrüche vor sich gehen.

Diese Dekade, so Calvano, wird das Hauptgewicht der Datenverarbeitung noch mehr von der Hard- auf die Software verlagern. Zudem soll die Betriebssicherheit zunehmend durch Elektronik übernommen werden, wo heute noch mechanische Einrichtungen im Gebrauch sind.

"Der zur Zeit am schnellsten expandierende Markt ist weltweit der der Small-business-Systeme", behauptet Calvano. Ausgehend von vermuteten 3,5 Milliarden Dollar Umsatz in diesem Jahr, soll dieses Marktsegment bis 1985 auf 13 Milliarden angewachsen sein, bis 1990 sogar auf 50 Milliarden. Die Ausfuhr aus den USA soll von 60 000 Einheiten 1980 auf 500-000 in 1985 und weiter auf etwa drei Millionen in zehn Jahren ansteigen.

So phantastisch diese Zahlen auch scheinen mögen, meint der DEC-Sprecher, ausgehend von der potentielle Kaufkraft, seien sie durchaus realistisch. Sein Blick gilt dabei den Unternehmen mit mehr als 100 000 Dollar Jahreseinkommen, wo nach seiner Ansicht heute über zwei Millionen Systeme im Einsatz sein könnten, und vergleicht sie mit den bislang nur 120 000 Installationen. Daraus folgert er, daß der Markt nur zu zirka sechs Prozent gesättigt ist. Calvano erklärt weiter, daß in fünf Jahren der Bedarf auf 2,5 Millionen Systeme gestiegen sein wird, denen nur 1,4 Millionen Installationen gegenüberstehen werden wenig mehr als 50 Prozent Marktsättigung.