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17.09.1999 - 

Hewlett-Packard erneuert Personalprogramm

Abschaffung von Kernarbeitszeiten und mehr Teilzeit sollen Mitarbeiter motivieren

BÖBLINGEN (CW) - Mehr Flexibilität heißt die Devise bei Hewlett-Packard (HP), was Arbeitszeit und Vergütung betrifft. Künftig können die über 7000 Mitarbeiter in Deutschland dank des Projekts "Formel vier" ihre Arbeitszeit auf 32 Wochenstunden reduzieren oder auch Teile von Sonderzahlungen in eine zusätzliche Altersversorgung fließen lassen.

Bereits seit Beginn der 80er Jahre gibt es in der deutschen HP-Niederlassung ein flexibles Arbeitszeitmodell, das ständig modifiziert wurde. So haben die Mitarbeiter die Chance, ihren Resturlaub langfristig auf Zeitkonten für Sabbaticals aufzusparen. Jetzt können sie ihre Arbeitszeitregelungen und Zusatzleistungen noch stärker variieren.

Das neue Projekt sieht die Möglichkeit vor, die individuelle vertragliche Arbeitszeit und Vergütung auf 32 Stunden zu reduzieren und die Differenz einem Zeitkonto zuzuführen. Ebenso können Geschäftsbereiche mit stark schwankender Auslastung die Arbeitszeiten flexibler den jeweiligen Anforderungen anpassen. Kernarbeitszeiten wurden abgeschafft und durch bereichsbezogene Funk- tionszeiten ersetzt.

Darüber hinaus hat HP das Vergütungssystem in Europa vereinheitlicht: Die Jobs sind den Gehaltsgruppen länderübergreifend nach gleichen Kriterien zugeordnet. Diese Harmonisierung soll der Internationalisierung in Deutschland und Europa Rechnung tragen.

Zum neuen Projekt gehören ferner erweiterte Zusatzleistungen. So haben HP-Mitarbeiter, die länger als fünf Jahre im Unternehmen arbeiten, nun bereits ab 30 Jahren Gelegenheit, Teile der Gewinnbeteiligung, des Urlaubs- und des Weihnachtsgeldes als aufgeschobene Vergütung für ihre Altersversorgung zu verwenden.

"Wir legten großen Wert darauf, daß sämtliche Mitarbeiter ausführlich mit den Wahlmöglichkeiten vertraut gemacht wurden", sagt Fritz Schuller, Geschäftsführer für das Personal- und Sozialwesen bei HP. Daher durchliefen die Mitarbeiter ein interaktives Training in Kleingruppen. Eine eigens entwickelte Internet-Applikation ermöglicht ihnen zudem, verschiedene Zusatzleistungen auf ihre persönliche Situation anzuwenden und auf Basis dieser Simulation die richtige Wahl zu treffen. Ausgerichtet ist das Arbeitszeit- und Vergütungsprojekt nach dem Grundsatz von HP-Gründer Bill Hewlett: "Ich bin überzeugt, daß Frauen und Männer gute und kreative Arbeit leisten wollen und auch leisten werden, wenn sie über das entsprechende Umfeld verfügen."