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23.04.1976

Abschalten

Trauerweirn kuschelte sich behaglich in die Sofakissen und starrte ins lodernde Kaminfeuer.

Feierabend. Wie gut zu wissen, daß alle Computerkunst nicht in der Lage ist, das unberechenbare Flammen-Spiel im Kamin nachzuvollziehen oder gar zu prognostizieren.

S. T. hauchte einen runden Kringel blauen Zigarettenrauchs und dann noch einen und verfolgte

fasziniert, wie die Kreise sich in Nichts auflösten. Wie schön, daß alle EDV versagen muß, wenn es darum ginge, diese Abläufe zu berechnen. Zur Bestätigung blies Trauerwein noch einen besonders schönen Rauchkringel und pustete kräftig dazwischen. Na bitte.

Trotz aller Fortschrittsgläubigkeit - trotz Nanosekunden und Möpsen (Millionen Operationen pro Sekunde) - trotz Vector-Scalar-Super-Duper-Array-Jumbos -, wer könnte Brandung und Gischt vorausberechnen; wo die Nordseewellen schlagen an den Strand.

Trauerwein kam ins Philosophieren und wurde traurig: Denn schon sind die dabei, das Wetter zu berechnen. Sollte denn doch alles machbar sein?

Wie soll man da dem Vorstand erklären, warum das Umsatz-Prognose-Programm nichts taugt und warum die Closes-Loop-Prozeßsteuerung so schwierig wird. Selbst am Feierabend dreht sich alles letztlich wieder um die Alltagssorgen. Abschalten müßte man können.

Mfg.