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23.09.1977 - 

Die Anwenderstory: System III löst System3 ab

Abschied vom Marktführer nach sechs Jahren

CW-Bericht, S. Fiedler

STUTTGART - Eine sechsjährige IBM-Ära ging jetzt bei der Firma Fr. Kauffmann in Ebersbach bei Stuttgart zu Ende. Nachdem die Entscheidung gefallen war, von der Batchverarbeitung mit einem System/3 Modell 8 auf Dia- I log zu gehen, wurden mit der Nixdorf 8870, dem Prisma-System von CMC und Telex System III drei bildschirmorientierte Mehrplatzanlagen unter die Lupe genommen. Die "römische Drei" machte schließlich das Rennen: "IBM bietet im Vergleich dazu für uns keine wirtschaftliche Alternative", kommentiert Kauffmann-EDV-Leiter Rainer Seehuber den Abschied vom Marktführer und präzisiert: "Das Modell 134 hat eine zu geringe Plattenkapazität, und das System 3/12 war uns zu teuer."

Die EDV-Chronik im Hause Kauffmann begann 1970 mit der Installation einer 360/20-Plattenanlage mit Lochkarteneingabe; 1974 erfolgte die Umstellung auf ein System /3 Modell 10 (ebenfalls Lochkarteneingabe), das 1975 schließlich durch ein Modell 8 (Eingabe über 3740-Disketten-Stationen) mit 32 KB Kernspeicher- und 4 x 2,5 MB Plattenspeicherkapazität abgelöst wurde.

Wichtigste Kriterien bei der Auswahl des neuen Systems waren die f problemlose Realisierung von Dialoganwendungen sowie volle RPG-II-Kompatibilität", berichtet Rainer Seehuber. Mit den eigenen, auf Platte gespeicherten Programmen "unter dem Arm" inspizierte Kauffmanns EDV-Crew nacheinander die drei "Endausscheidungs" -Systeme direkt bei den e Herstellern, um sich an Ort und Stelle von der Kompatibilität und der Lauffähigkeit spezieller Dialogprogramme zu überzeugen. Dabei fiel dann die endgültige Entscheidung: "Bei den Systemen von Nixdorf und CMC gab es Schwierigkeiten beim Konvertieren", erklärt Seehuber, "bei Telex klappte dagegen alles reibungslos."

Daraufhin wurde im April dieses Jahres das IBM-System 3/8 samt Peripherie durch ein System III von Telex mit 64 KB Hauptspeicher, 85 MB Plattenspeicherkapazität, drei Dialog-Bildschirmen sowie einem Schnelldrucker (36 000 Z/h) ersetzt. Für die 1: 1-Umstellung der zirka 300 Programme und h 40 Dateien wurde insgesamt ein Monat benötigt - Austesten inbegriffen.

Zur Zeit arbeitet ein Kauffmann-Team an der Umstellung der Bereiche Buchhaltung, Lohn und Gehalt, Produktionsplanung und Statistik auf Dialog. "Die 3740 - Erfassungsstationen werden nach und nach ausrangiert" sagt Seehuber. So könne die jetzt noch parallel zum Dialogbetrieb ablaufende Stapelverarbeitung demnächst. ganz wegfallen.

Gegenüber dem System 3/8 konnte der Datendurchsatz nach Seehubers Worten um 30 bis 50 Prozent erhöht werden. Die Gesamt-Hardware-Kosten haben sich dagegen uni rund 15 Prozent verringert, obgleich die Plattenkapazität um das Achtfache erhöht und die Hauptspeicherkapazität verdoppelt wurde.

Seehuber-Fazit: "Gegenüber dem IBM-System 3/12, das anfangs zur Diskussion stand, ist Telex um nahezu 40 Prozent billiger."