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09.06.1995

Abschied von vielen vertikalen Applikationen Softwarestrategie von Digital nimmt langsam klare Form an

FRAMINGHAM (IDG) - Die Digital Equipment Corp. hat ihre Software- Entwicklung auf fuenf Schluesselmaerkte eingegrenzt. Middleware, Netzwerk-Integration, Groupware, Netzwerk- und Systemmanagement heissen die Pferde, die DEC ins Rennen schicken wird. Das teilte Nancy Strecker, Vice-President Software mit.

Bereits angekuendigt hat DEC die Strategie auf Betriebssystemebene: Open VMS soll in Windows NT von Microsoft integriert werden. Nun, da festgelegt ist, auf welche Softwarebereiche sich das Unternehmen konzentrieren will, bleibt nur noch die Frage, was mit den mehr als 100 Anwendungsprogrammen geschieht, die Digital noch anbietet.

Terry Shannon, Analyst bei Illuminata in Hollis, New Hampshire, rechnet damit, dass viele der angebotenen vertikalen Anwendungen - ausser in den Marktsegmenten, in denen Digital fuehrend ist - demnaechst vom Markt genommen, verkauft oder in die Haende von Drittanbietern gelegt werden. Diese uebernehmen damit auch die Verantwortung fuer die Weiterentwicklung. "Es bleibt abzuwarten, wie das Programmangebot letztlich aussieht. Sicher wird aber einigen Applikationen der Garaus gemacht", vermutet der Analyst.

Digitals Entscheidung, auf Sektoren wie Middleware und Groupware zu setzen, haelt Tom McIntyre von der DEC-Usergroup DECUS fuer "eine gute Ausrichtung". Middleware, schaetzt McIntyre, der im Hauptberuf Senior Industry Analyst bei der Benchmarking Partners Inc. in Cambridge, Massachusetts, ist, biete sehr gute Wachstumsmoeglichkeiten. Viele unabhaengige Softwareanbieter ueberliessen diese Nische Hardwareherstellern wie Digital: "Dieser Markt wird von niemandem dominiert."

Fuer eine Rueckbesinnung auf die urspruengliche Philosophie haelt McIntyre Digitals Entschluss, den Markt fuer Endanwenderprogramme anderen Unternehmen zu ueberlassen. Ausserdem muesse DEC in den anvisierten fuenf Zielmaerkten noch genuegend Entwicklungsarbeit leisten. Vor allem sei eine bessere Integration der Middleware- Tools vonnoeten, damit sie sowohl auf Enterprise- als auch auf Desktop-Ebene eingesetzt werden koennen.

DEC-Managerin Strecker erklaerte, dass DEC zur Zeit sein Software- Portfolio Programm fuer Programm durchforstet, aber ueber das Schicksal einzelner Applikationen noch nicht entschieden ist. Das Unternehmen werde seine Anwender nicht im Stich lassen, die populaersten Produkte wuerden weiter unterstuetzt.