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PC-Mainframe-Verbindung über drei Ebenen:


04.09.1987 - 

Abteilungsrechner werden zur Kommunikationszentrale

Die Forderung der Anwender, Rechnerleistung an den Arbeitsplatz zu bringen, die Verarbeitung von Daten und Informationen zu dezentralisieren, benötigt Werkzeuge, mit denen alle Aufgaben einer Integrierten Informationsverarbeitung bewältigt werden können.

Ob die Organisationsstruktur eines Unternehmens durch den Aufbau einer integrierten Informationsverarbeitung verändert werden muß, oder ob sich die Gesamtheit aller EDV-Lösungen an der Organisation orientieren soll - die Diskussion darüber entwickelte sich zum Dauerbrenner.

Die Unternehmensstrukturen orientieren sich dabei weitestgehend an einem arbeitsteiligen Konzept auf der Basis dreier Ebenen: Arbeitsplatz, Abteilung oder Arbeitsgruppen sowie Gesamtunternehmen.

Um diese Struktur möglichst effizient abzubilden, muß die verteilte Computerintelligenz vor allem Arbeitsgruppen-bezogen zum Einsatz kommen. Wie die Diskussionen um verteilte Datenverarbeitung jedoch zeigen, gestaltet sich die Zordnung des Arbeitsrechners eher problematisch, während PCs und Großrechner einen festen Platz einnehmen.

Die Organisationsstruktur rückt in den Vordergrund

Fachleute sind sich indes darüber einig: Je mehr die integrierte Informationsverarbeitung ein Unternehmen in Tiefe und Breite durchdringt, desto mehr rückt die Organisationsstruktur in den Vordergrund. Ein klares Konzept für die Abbildung einer vorhandenen Organisation durch alle Komponenten der Datenverarbeitung wird zur zentralen Forderung.

In der Philosophie von Hewlett-Packard wurde ein 3-Ebenen-Modell zur Grundlage eines unternehmensweiten Informations-Management-Systems. In diesem Modell werden Abteilungsrechner als Mehrplatzsysteme definiert, auf denen überwiegend fachbereichs- und abteilungsbezogene Anwendungen gefahren werden. Damit steht der Abteilungsrechner einer Arbeitsgruppe zur Verfügung, die als selbständige Einheit in, die Unternehmensorganisation eingebettet ist.

Abteilungsrechner stellen für bestimmte Aufgaben maßgeschneiderte, lokale DV-Kapazitäten konstant und zuverlässig zur Verfügung und befriedigen somit die Ansprüche eines homogenen Benutzerkreises.

Im Rahmen eines mehrstufigen Konzepts entlasten diese Systeme aber auch den Host. Vor allem durch den Einsatz von Programmen, welche Daten am Ort ihrer Entstehung prüfen, verdichten und aufbereiten, wobei sie bei Bedarf auf Datenbestände anderer Ebenen oder Abteilungen zugreifen, die aus anderen Anwendungen stammen. Abteilungsrechner schaffen damit eine wichtige Voraussetzung für eine integrierte Datenverarbeitung. Sie bieten durch eine Flexibilität, wie sie auf dem klassischen Zentralrechner nicht möglich ist, Werkzeuge und Konfigurationen, die den speziellen Anforderungen gerecht werden. Abteilungsrechner werden zum Bindeglied zwischen PCs und Mainframes.

Neben der Erfüllung arbeitsgruppenbezogener Aufgaben muß der Abteilungsrechner aber auch in der Lage sein, die gesamte DV-Umgebung des Unternehmens zu erschließen. Dies bedeutet im einzelnen Kommunikation mit anderen Abteilungsrechnern, Hosts, PCs, lokalen und Weitverkehrs-Netzen sowie Nebenstellenanlagen, wobei sich Kommunikation nicht nur im Filetransfer erschöpfen darf, sondern auch den Zugriff auf nicht-lokale Daten und Dialoganwendungen ermöglichen muß.

Gleichzeitig stellt der Einsatz von Abteilungsrechnern neue Anforderungen an die zentrale Datenverarbeitung. Netzwerke werden vielschichtiger, ihre Überwachung und Steuerung komplexen. Die Programmierung muß eine große Geräte- und Typenvielfalt im Bereich der Endgeräte berücksichtigen. Dies erfordert durchgängige Konzepte zur Programmgestaltung, die auf allen eingesetzten Rechnern realisiert werden sollten. Ebenso wird bei der Software-Auswahl in immer stärkerem Maß eine einheitliche Benutzeroberfläche gefordert.

* Christoph Reiß ist Leiter Vertriebsmarketing Bürokommunikation und Btx der Hewlett-Packard GmbH, Bad Homburg.