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03.04.2009

Abwrackprämie und andere Köder

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Die Krise zwingt viele mittelständische IT-Organisationen zum Sparen. IT-Lieferanten locken mit Nachlässen.

Analog zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung für die Autobranche hat sich auch in der IT-Industrie das Schlagwort "Abwrackprämie" für aktuelle Lockvogelangebote etabliert. Im Gegensatz zu den staatlich gezahlten Beihilfen müssen die IT-Lieferanten hier allerdings in die eigene Tasche greifen. Daher verknüpfen sie ihre Sonderangebote gerne mit Bedingungen, die den Spaß an der Schnäppchenjagd gehörig verderben können.

Der Berliner Avaya-Partner Lipinski Telekom hat eine mit 2500 Euro dotierte TK-Abwrackprämie als Anreiz für Neuinvestitionen aufgelegt. Die Haken: VoIP-Fähigkeit des neuen Systems ist vorgeschrieben, der Mindestkaufpreis ohne Installationsgebühren beträgt 7000 Euro, und die Aktion ist auf 50 TK-Verschrottungen beschränkt.

Auch IBM lockt

Noch bis Ende April gewährt der Elektronikkonzern Sanyo beim Kauf eines Beamers der Typen "PLC-ET30L" oder "PLC-XT35L" einen Preisnachlass von 400 Euro. Den Rabatt gibt es für Kunden ohne Alt-Beamer.

Zumindest ein Dickschiff der Branche beteiligt sich an der Schnäppchenjagd der Anwender. "Wir bezahlen für Ihre alten Server mehr, als Sie denken! Weg mit den alten Stromfressern – her mit der IT-Abwrackprämie!", verspricht IBM auf einer speziellen Web-Seite. Hier können Interessenten ihre alten Geräte von Sun, Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens taxieren lassen. IBM schlägt automatisch einen neuen Server oder Speicher vor.

Gebrauchtgeräte im Angebot

Konkurrent Hewlett-Packard (HP) gibt sich deutlich zurückhaltender. Wer sich einen Drucker "OfficeJet Pro" kauft, erhält keine Abwrackprämie, sondern nur einen "Tankgutschein" bei Jet. Wert: 30 Euro. Deutlich interessanter für Unternehmenskunden ist gegebenenfalls HPs "0-Prozent"-Leasing für bestimmte Server und Speichermodelle, das leider nicht "Abwrack-Leasing" heißt. Hier können die Geräte beispielsweise über 30 Monate gebucht werden, die Raten summieren sich zur Höhe des Kaufpreises. Im Anschluss haben Kunden die Wahl, ob sie die Hardware zurückgeben oder kaufen wollen. Der zu zahlende Restwert orientiert sich am dann aktuellen Marktwert.

Konkurrent Fujitsu-Siemens Computers (künftig Fujitsu Technology Solutions) lockt mit Gebrauchtgeräten im Online-Shop www.wiedervermarktung.de. Außerdem gibt es speziell für den Mittelstand günstige Aktionsmodelle (www.fujitsu-siemens.de/aktionsmodelle) sowie ein breites Spektrum an Finanzierungsmodellen.

Bei Sun ist das Wort "Rabatt" relativ prominent auf der Website vertreten, doch fehlt ebenfalls der explizite Verweis auf die Abwrackprämie. Immerhin können Neukäufer der "Sun Sparc Enterprise T5440" mit einem Nachlass von bis zu 40 Prozent rechnen, wenn sie alte Systeme von IBM, HP oder Sun eintauschen. Für andere Server offeriert Sun 25 Prozent Rabatt, bei Storage-Systemen sind es 20 Prozent.

Dell setzt europaweit in diesem Frühjahr auf die Null-Prozent-Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen, allerdings in Form des Mietkaufs und nicht des Leasings. Der Mindestbestellwert beträgt 10.000 Euro plus ProSupport-Vertrag für drei Jahre. Die Laufzeit für die Finanzierung der Geräte endet spätestens nach 24 Monaten.

Das Kleingedruckte

– Zeitliche Beschränkungen: Aktuelle Aktionen enden spätestens im Juni 2009.

– Spezielle Geräte: Den Kunden steht nicht das gesamte Produktportfolio zur Auswahl.

– Finanzielle Obergrenzen: Einige Hersteller begrenzen die Zahl der abgegebenen Geräte pro Unternehmen sowie den gesamten Prämientopf.

– Koppelgeschäfte: Viele Anbieter verbinden die Prämie mit dem Abschluss eines lang laufenden Wartungsvertrags.