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05.10.1979 - 

Modulares UVS-System für Groß-Rechenanlagen:

"Accupower" hält die Spannung konstant

HANAU/LONDON (pi) - Ein "Uninterruptible Power Supply (UPS)-Equipment" hat die britische Emerson Electric Industrial Controls Ltd. unter dem Namen "Accupower 772" auf den Markt gebracht. Diese unterbrechungsfreie Stromversorgung (UVS) - geeignet für 400-Hertz-Zentraleinheiten von Amdahl, CDC, IBM, ICL und Univac - erzeugt angeblich aus nahezu jeder Eingangs-Wechselspannung mit beliebiger Frequenz einen Drehstrom von 400 Hertz und wandelt ihn mit Spannungen zwischen 208 Volt und 415 Volt bei 50/60 Hertz in eine stabile, unterbrechungs- und interferenzfreie Ausgangsspannung von 208 Volt/400 Hertz um.

Diese Spannung - so der Anbieter - wird unabhängig von Ausfällen oder Schwankungen der Netzspannung aufrechterhalten. Der Wirkungsgrad beträgt 84 Prozent bei Belastungsschwankungen zwischen 75 und 100 Prozent. Der mittlere Ausfallabstand wird mit mehr als 100 000 Stunden angegeben. Eine Spannung mit einer Frequenz von 400 Hertz, so erläutert Emerson, läßt sich leichter in die von der CPU des Rechner-Systems benötigte Gleichspannung umformen, als es bei Frequenzen von 50 oder 60 Hertz möglich ist. Spannungen in diesen niedrigeren Frequenzen seien besser für die peripheren Geräte einer EDV-Anlage geeignet, die gewöhnlich am Netz betrieben wird.

Die in Modultechnik aufgebaute Accupower 772 basiert auf einer 75 kVA bemessenen Leistungs-Wandlereinheit. Die einzelnen Moduln können auf verschiedene Weise für einen Leistungsbedarf bis zu 600 kVA darüber zusammengeschaltet werden. Sie lassen sich auch in Verbindung mit 50/60-Hertz-Accupower-Einheiten einsetzen, um komplette Rechenzentren mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung auszurüsten.

Die Leistungs-Spezifikationen der Serie 772 - so der Anbieter weiter - entsprechen den Anforderungen der bedeutendsten Computer-Hersteller. Die Geräte arbeiten bei Umgebungstemperaturen von 0 bis 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit bis zu 95 Prozent.

Die Accupower-Einheiten lassen sich in einer redundanten Anordnung zusammenschalten, so daß die Zentraleinheit vom Ausfall einer oder auch mehrerer Einheiten nicht beeinflußt wird.

Keine Unterbrechung der Stromversorgung

Die Moduln der Serie 772 sind normalerweise mit einer Batterie-Bank verbunden, um bei Netzausfall eine Reserve zu haben. Da die gleiche Zellen-Zahl wie bei 50/60-Hertz-Einheiten verwendet wird, besteht, falls erforderlich, die Möglichkeit der Benützung einer gemeinsamen Reserve-Batterie für jede beliebige Kombination von Accupower-Einheiten. Die Landungserhaltung für diese Batterien erfolgt durch ein elektronisch geregeltes System, das eine Schwefelsäure-Emission verhindert, die normalerweise beim Batterie-Aufladen mit hoher Stromstärke auftritt. Dadurch erübrigt sich ein separater Laderaum.

Größere Einfachheit

Die Accupower-Einheiten haben keine beweglichen Teile, außer den zur Kühlung benötigten Lüftern. Aber auch bei diesen ist eine Reserve vorgesehen, so daß die UPS beim Ausfall eines Lüfters so lange weiterarbeiten kann, bis ein Austausch des defekten Teils erfolgt ist. Weitere Merkmale sind: getrennte Steuer- und Stabilisierungsschaltungen sowie geringer Aufwand für die Netzumschaltung.

In der ganzen Schaltung sind zwölf Thyristoren vorgesehen - das ist weniger als die Hälfte der in einigen statistischen UPS-Einheiten vorhandenen Anzahl, sagt Emerson. Diese Verringerung des Aufwands an Bauteilen hat die Konstruktion vereinfacht. Die Geräte sind leichter und benötigen weniger Stellfläche. Beispielsweise belegt ein typisches 150-kVA-System mit Redundanz, bestehend aus drei Moduln und einer System-Überwachungseinheit, eine Fläche von weniger als 6,75 Quadratmetern.

Geringer Wartungsaufwand

Die Moduln haben die Abmessungen 186 x 1560 x 1035 Millimeter und wiegen 1,6 Tonnen. Die System-Ausgangseinheit hat die gleiche Höhe, jedoch eine Breite von 1906 Millimeter und eine Tiefe von 1000 Millimeter; sie wiegt 700 Kilogramm. Durch die Verwendung von Halbleitern - so der Anbieter - sind die Einheiten unempfindlich gegen von außen übertragene Vibrationen, so daß zu ihrer Aufstellung keine speziellen Beton-Fundamente erforderlich sind.

Die routinemäßigen Wartungsarbeiten beschränken sich angeblich auf den periodischen Ersatz der Luftfilter, die sich ohne Öffnen der Türen an den Einheiten auswechseln lassen. Alle Komponenten sind gut zugänglich, um Servicearbeiten zu erleichtern und die Reparaturzeiten kurz zu halten.

Multi-Prozessoren

Wird mehr als eine Zentraleinheit verwendet, so ist es zwar möglich, jede von ihnen aus einer eigenen UPS 772 zu versorgen. Es dürfte jedoch wirtschaftlicher sein, alle 400-Hertz-Einheiten aus einer zentralen Quelle zu speisen, wobei sich die verschiedenen Versorgungselemente in einer redundanten Anordnung betreiben lassen. Bei der Frequenz von 400 Hertz kann die Induktivität der zur Speisung der Zentraleinheiten verwendeten Kabel einen beträchtlichen Spannungsabfall verursachen. Um dies zu

Die neuen Einheiten sind bereits in einer Reihe von Rechenzentren im Einsatz, beispielsweise mit Rechnern des Typs IBM 3032, IBM 3033, Sperry Univac 90/80 und 1100/80. Zu den Kunden zählen Banken, Flug- und Telephon-Gesellschaften, Versicherungen sowie Ministerien und militärische Organisationen. Der Betrieb der Geräte ist - so Emerson - denkbar einfach: Bedienungselemente sowie Spannungs-, Strom- und Frequenzmeßgeräte sind auf der Vorderseite der Moduln in Diagrammen dargestellt, so daß der Betriebszustand des Systems mit einem Blick zu übersehen ist.

Informationen: Emerson Electric GmbH, Industrial Controls Division, Burgallee 20, 6450 Hanau 1, Telefon: 0 61 81/25 15 50