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27.08.1999 - 

Aonix will Implementierung erleichtern

ACD verspricht ein kompakteres UML-Design

MÜNCHEN (CW) - Mit Architec- ture Centric Development (ACD) stellt Aonix einen praxiserprobten Entwicklungsansatz für die Arbeit mit der Unified Modelling Language (UML) vor. Ziel ist es, große Teile der Implementierung automatisch aus einem Designmodell zu generieren. Die Vorteile sind höhere Wartbarkeit, Produktivität und Qualität.

Bisher wird in der Praxis nur ein kleiner Teil der UML-Beschreibungen tatsächlich für die Codegenerierung verwendet. Dabei konzentrieren sich Anwender vor allem auf die Klassenmodelle, die gegenüber der Implementierung nur einen geringen Abstraktionsgrad liefern. Die Folge ist, daß statt eines übergreifenden Architekturmodells in erster Linie statische Klassenstrukturen in Form eines objektorientierten Klassendiagramms direkt abgebildet werden. Hinzu kommt, daß bisher Programmierer das OOD-Modell mit zahlreichen eigentlich redundanten Details wie etwa Hilfsklassen versehen, die sich auch durch Architekturkonventionen oder Standardentwurfsmuster ableiten ließen.

ACD soll nun einen Weg eröffnen, kompaktere, abstraktere und zugleich schneller umsetzbare Modelle zu erzeugen. Zu Beginn eines Softwareprojekts modelliert das Entwicklungsteam mit Hilfe des Aonix-Case-Tools "Stp- UML" die Anforderungen und legt anschließend die Zielarchitektur fest. Dabei lassen sich einzelne Klassen ihrem Zielort in der Gesamtarchitektur durch Annotationen zuordnen. Die Zielsprache wird mittels Templates definiert, die sich mit Hilfe einer einfachen deklarativen Template-Sprache erstellen lassen. Anschließend werden die Templates von einem "Meta Generator" gelesen, so daß am Ende der entsprechende Codegenerator bereitsteht. Letzterer liest das annotierte Modell und erzeugt die definierte Zielsprache. Hierbei ist laut Hersteller optional auch die automatische, architekturgerechte Implementierung der Designklassen möglich.

Die Vorteile von ACD sieht Aonix darin, daß sich Generatoren für Zielsprachen, Architekturen oder Interface-Formate leichter und schneller erstellen lassen, so daß die generierten Ergebnisse weitgehend vollständig und sofort umsetzbar sind. Das Designmodell bleibt dabei einfach, übersichtlich und frei von Implementierungsdetails. Das Entwicklerteam kann sich somit ganz auf die Geschäftsprozesse konzentrieren, während ein separates Team kurzzeitig die Zielarchitektur festlegt, die Templates erstellt und sich der Modellierung der Geschäftsprozesse widmen kann.

Laut Hersteller ist der erzeugte Code weitgehend frei von Implementierungsfehlern. Da die gesamten Infrastrukturklassen generiert werden, ergebe sich eine Zeitersparnis zwischen 30 und 70 Prozent. Auch kleine inkrementelle Fortschritte an den Geschäftsklassen lassen sich schnell und fehlerfrei einfügen. Änderungen an der Zielarchitektur durch eine Anpassung der Generatoren sind ebenso möglich. Schließlich entfällt mit ACD das fehlerträchtige Nachsynchronisieren (Round Trip Engineeering) zwischen Code und Modell.