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30.04.1993 - 

RISC-Rechner im PC-Format mit Windows NT

Acer-System macht Subsysteme mit neuer Bus-Architektur schneller

Das "Performance Enhanced I/O CPU Architecture" (Pica) genannte Konzept basiert auf einem Set aus sechs Chips. Auf diesen sind alle CPU- sowie I/O-Controls enthalten, die es auch potentiellen OEMs ermoeglichen, eigene Rechnersysteme nach Acers Pica- Spezifikationen herzustellen.

Das Pica-Chip-Set unterstuetzt einen 64 Bit breiten lokalen Bus fuer datentraechtige Subsysteme, etwa fuer die Video-Ein- und Ausgabe. Weniger Leistung fordernde Peripheriekomponenten wie Faxkarten oder Modems unterstuetzt die Pica-Architektur ueber standardmaessige ISA-Steckplaetze.

Die CPU - eine Mips-RISC-CPU R4000 (50 Megahertz) - kommuniziert ueber einen 64 Bit breiten Host-Bus mit dem Arbeitsspeicher sowie dem Grafiksubsystem. Eine integrierte SCSI-Schnittstelle ermoeglicht den Anschluss von bis zu sieben Festplatten- und CD-ROM- Laufwerken, eine Ethernet-Schnittstelle erlaubt die Netzanbindung. Zusaetzlich stehen zum Systemausbau vier EISA-Erweiterungs- Steckplaetze zur Verfuegung.

Dem Bus-Architektur-Prinzip liegt dabei das Konzept verschiedener, autark arbeitender Subsysteme zugrunde: Prozessor, Ein- und Ausgabe, Bildschirm und Speicher arbeiten simultan zueinander auf dem 64-Bit-Bus und uebertragen Daten mit 25 Megahertz Taktrate. Die Architektur unterstuetzt momentan die Mips- Prozessoren R4000 und R4400. Zukuenftig sollen auch andere 64-Bit- Architekturen wie etwa Intels Pentium-Chip in Acer-Rechnern genutzt werden koennen.

Referenzdesign auch im Angebot

Weitere Charakteristika des Formula 64 sind ein Arbeitsspeicher von mindestens 16 MB (maximal 128 MB) und der Einsatz des Grafik- Chips S3. Das Grafiksubsystem ist auf einer eigenen Karte untergebracht und kann deshalb spaeter aufgeruestet werden.

Acer entwickelte den neuen Chip-Satz in der Acer Labs Inc., der ASIC-Entwicklungsabteilung in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh. Neben dem Pica-Chip-Satz bietet Acer auch ein Referenzdesign an, das sowohl die Pica-Bausteine, die R4000-Architektur, Video- sowie Vernetzungskomponenten als auch alle Peripheriegeraete einschliesst. Dieses Design soll OEMs weltweit angeboten werden. Die Acer-Mips-Workstation soll voraussichtlich weniger als 8000 Mark kosten.