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16.12.1983 - 

Chance für SW-Eigenentwicklung gering:

Acht Jahre Zwangsjacke für Hitachi

TOKIO (VWD) - Die Möglichkeiten für die Hitachi Ltd., sich von IBM-Software unabhängig zu machen, werden von unabhängigen Beobachtern in Japan nicht sehr hoch eingeschätzt. Nach einer Anfang Oktober abgeschlossenen Softwarevereinbarung mit IBM kann die Hitachi Ltd. ihre Kunden acht Jahre lang gegen die Zahlung von Gebühren an IBM mit Software beliefern, die lBM-Copyright unterliegt. Hitachi will diese Frist nutzen, einige, nicht unter das IBM-Copyright fallende Software zu entwickeln. Die sogenannten Beobachter bezweifeln aber, daß dies gelingen wird, solange Hitachi IBM-kompatible Computer herstellt.

Berichte und Spekulationen über die Softwarevereinbarung und die Beilegung von Zivilklagen zwischen der Hitachi Ltd. und der IBM, hatten den Hitachi-Kurs an der Effektenbörse gedrückt, Hitachi-Kunden verunsichert und die Gesellschaft gezwungen, nach und nach Einzelheiten der Vereinbarung und der Beilegung bekanntzugeben. Hitachi und IBM hatten ihre gegenseitigen Klagen beigelegt und am 6. Oktober eine Vereinbarung über die Softwarenutzung abgeschlossen, aber Einzelheiten zu rückgehalten. Hitachi hatte das Schweigen damals damit begründet, daß Geheimhaltung vereinbart worden sei. In Tokio vermutet man jedoch, daß sich die Gesellschaft auch auf Drängen des Ministeriums für Internationalen Handel und Industrie (MITI) sowie der Fujitsu Ltd., die einen ähnlichen Softwarekontrakt mit IBM abgeschlossen hat, zurückgehalten hat.

Der Druck auf die Hitachi-Aktie und die Verunsicherung der Hitachi-Kunden war vor allem darauf zurückgegangen, daß von Hitachi entlassene Rechtsanwälte Details der Vereinbarungen mit IBM an die Öffentlichkeit gebracht hatten. Hitachi hatte sich daraufhin veranlaßt gesehen, selbst Einzelheiten zu veröffentlichen. Danach hat sich die japanische Gesellschaft verpflichtet, an IBM zum Ausgleich von Gerichtskosten zwischen einer und zwei Milliarden Yen (4,27 bis 8,54 Millionen Dollar) zu zahlen. Außerdem wurde die Zahlung von mehr als zehn Milliarden Yen (42,72 Millionen Dollar) an die US-Gesellschaft als Gebühren für in der Vergangenheit benutzte Software, an der IBM Rechte b(...)sprucht, vereinbart.