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21.05.1982 - 

Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts"Bürokommunikation":

Acht Postulate für die Akzeptanz

HANNOVER - Schreibmaschinen sind Textautomaten mit oder ohne Bildschirm weit überlegen, wenn es nur um die Erstellung von lägeren Fließtexten geht. Grund: Das an Textautomaten notwendige Handling wie Diskette einlegen, und die Druckzeiten verbraucht ein Drittel mehr Zeit als die Arbeit an der Schreibmaschine. Dies ist ein Ergebnis aus dem von der Universität Hannover und der Bundeswehrhochschule München durchgeführten Forschungsarbeit "Bürokommunikation", aus der in Hannover erste, vorläufige Ergebnisse publik gemacht wurden.

In dem Schreibmaschinen-Textautomaten-Vergleich, schnitten die Textautomaten erst bei Korrekturaufgaben besser ab. Insbesonders Bildschirmgeräte lagen hier um 31 Prozent besser als Schreibmaschinen.

Am Beispiel "Teletex" entwickelten die projektführenden Lehrstühle (Prof. Dr. A. Picot, Hannover, Prof. Dr. R. Reichwald, München) eine Strategie für die erfolgreiche Ausbreitung neuer Kommunikationstechnik.

Die Professoren halten folgende acht Voraussetzungen für unabdingbar-.

- umfassende Kommunikationsanalyse

- Verwirklichung ganzheitlicher Lösungen

- Denken in Netzwerken

- dezentrale Einsatzkonzeption

- erweitertes Wirtschaftlichkeits-konzept

- Beachtung der Schritte für eine erfolgreiche Implementierung

- technische Zuverlässigkeit der Endgeräte und Dienste

- Kompatibilität mit anderen Systemen.

Effektive Kommunikation werde nur möglich, wenn keine partielle organisatorische Lösung angestrebt werde, unterstreichen die Forscher. Es müsse deshalb eine auf alle kommunikativen Aufgaben einer Orgarisation abgestimmte, die Organisation als Ganzheit betrachtende und

alle Kommunikationskanäle einbeziehende Analyse vorgenommen werden.

Die Wirtschaftlichkeit müsse nach einem "erweiterten, vierstufigen Konzept" untersucht werden. Zunächst gelte es, die Organisationsstruktur transparent zu machen, parallel dazu ist zu fragen, welche Techniken eingesetzt werden können.

Ausgangspunkt der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sei eine rein technikbezogene Analyse (Anschaffungskosten, Übertragungskosten, wie viele Kommunikationsvorgänge können abgewickelt werden).

Die Wirtschaftlichkeitsanalyse der zweiten Stufe müsse danach fragen, welche Auswirkungen hat die neue Kommunikationstechnik auf das Kostengefüge des internen Transportwesens oder welche alternativen Verwendungsmöglichkeiten gibt es, beziehungsweise beschleunigen die neuen Kommunikationstechniken die Gesamtdurchlaufzeit oder Verfahren? In der dritten Stufe steht die Analyse der langfristigen Funktionstüchtigkeit der Gesamtorganisation, die durch das neue System erreicht werden. In der vierten Stufe müßten schließlich die Auswirkungen auf innerorganisatorische Maßnahmen und organisatorische Umwelt analysiert werden. Zum Beispiel: Welche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt? Wie verändert sich das Qualifikationsniveau?

*Elmar Elmauer ist Verlagsleiter von CSE, der

Seminargruppe von CW-Publikationen