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01.12.1989 - 

Größter Umsatzzuwachs bei Software und im Bankengeschäft

Achtungserfolg für deutsche Tandem im Fertigungsbereich

FRANKFURT (CW) - Die Tandem Computers GmbH konnte ihren Jahresumsatz 1989 um 21 Prozent von knapp 191 auf 232,6 Millionen Mark steigern. Der Ertrag ist in etwa mit dem des Vorjahres vergleichbar (Umsatzrendite 1988: etwa 10 Prozent); konsolidierte Zahlen liegen jedoch noch nicht vor.

Diese Bilanzzahlen gab Romin Neumeister, Geschäftsführer des Herstellers von fehlertoleranten Computersystemen, jetzt in Frankfurt bekannt. Den größten Anteil am Umsatz haben nach seinen Worten nach wie vor Systeme für die Fertigungsindustrie: 45 Prozent des Tandem-Geschäfts resultieren aus diesem Bereich. Die Tandem-Investitionen in das Bankengeschäft, so Neumeister, haben dessen Anteil am Gesamtumsatz auf nunmehr 20 Prozent verdoppelt.

Zum ersten Mal gehen auch Service-Einkünfte in das Tandem-Jahresergebnis ein: 36,1 Millionen Mark erwirtschafteten die Frankfurter aus Hardware- und Software-Service sowie RZ-Ausstattungen und Zubehörlieferungen. Die Entwicklung des Softwaregeschäftes bezeichnete Neumeister als "erfreulich": 15 Millionen Mark Umsatz bedeuteten eine Steigerung um 36 Prozent. Die im letzten Jahr angekündigte Gründung eines eigenen Softwarehauses hat im Sommer stattgefunden: Die Tandem-Tochter Twinac GmbH in Dietzenbach beschäftigt seit Anfang Juli 24 Mitarbeiter. Diese eingerechnet, standen am Bilanzstichtag 265 Angestellte auf der Lohnliste der Tandem GmbH.

Insgesamt bewertete Neumeister die Jahresbilanz als positiv. Zwar drücke der Wettbewerb die Erträge, und es gebe "verlängerte Verkaufszyklen", aber das Wachstum sei nicht schwächer geworden. Für das Geschäftsjahr 1990 hofft Tandem auf neue Produkte wie den Cyclone-Großrechner und das Datenbanksystem Nonstop SQL. Außerdem stellte Neumeister für die nahe Zukunft Produktankündigungen im Unix-Bereich in Aussicht. Vom proprietären Betriebssystem Guardian-BS will Tandem auf keinen Fall abweichen. Es sei gleichwohl ein fehlertolerantes Unix-System in der Planung; dieses soll zusammen mit Nixdorf vermerktet werden.

Darauf angesprochen, ob Tandem keine Gefahr sehe, als Nixdorf-Partner durch die Paderborner Wirren ebenfalls Schaden zu nehmen, entgegnete Neumeister: "Wir können dazu beitragen, daß es Nixdorf wieder gut geht, indem wir auf der Technologieseite zusammenarbeiten." Die Kooperationsverträge sehen nach seinen Worten allerdings Regelungen für den Fall einer Nixdorf-Übernahme vor.