Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.09.1989 - 

IBM-Ankündigung einer SAA -Entwicklungsumgebung:

AD/Cycle arbeitet mit dem Repository

FRAMINGHAM (IDG) - Der Hardwareriese IBM gibt sich als SAA-Softwareanbieter. Gleichzeitig mit dem lange erwarteten Repository wird die IBM am 19. September eine Anwendungs-Entwicklungs-Umgebung mit der Bezeichnung AD/Cycle ankündigen. Darüber hinaus soll ein ganzes Bündel von Produkten im Umfeld der Programmentwicklung für SAA vorgestellt werden.

Zwar gibt IBM zu den Ankündigungen für Mitte September keine Auskunft, doch ist der IDG-Schwesterpublikation "Computerworld" eine Broschüre des Unternehmens bekannt geworden, mit der eine Reihe von Herstellern im voraus informiert wurden. Darin wird für AD/Cycle als einer "evolutionären Strategie" geworben, die die Entwicklung und Wartung von Anwendungen unterstütze, die Kontrolle der Anwendungsentwicklung erlaube und bisherige Investionen in Entwicklungstools der IBM schütze.

In dem IBM-Papier wird für AD/ Cycle außerdem ein "offener Rahmen" versprochen, der sowohl von Anwendern wie auch von Herstellern erweitert werden könne. Für letztere will die IBM deshalb ab Anfang 1990 eine Reihe von Veranstaltungen ausrichten, um ihnen die Schnittstellenmöglichkeiten von AD/Cycle nahezubringen.

Zu der neuen Anwendungs-Entwicklungs-Umgebung soll auch IBMs Meta-Datenbanksystem, das Repository, gehören. Es spielt eine zentrale Rolle sowohl für die Datenbereitstellung bei der computerunterstützten Softwareentwicklung (CASE) als auch für die komplexe und unerläßliche Datenkoordination innerhalb einer künftigen SAA-Umgebung.

Allerdings sind hier die Erwartungen nicht allzu hoch geschraubt. So rechnet eine Reihe von CASE-Anbietern mit einer Freigabe des Repositories nicht vor Anfang nächsten Jahres, und auch dann werde es sich wohl nur um eine noch recht unreife Version handeln.

Laut Unternehmensberater Paul Hessinger, Präsident der Computer Task Gruppe, umfassen die Ankündigungen der IBM den gesamten Lebenszyklus der Programmentwicklung, inklusive wissensbasierter Produkte zum Testen und Debuggen. Trotzdem sei es durchaus sinnvoll Werkzeuge von Fremdherstellern einzusetzen. Nur dann sei ein effektiver Einsatz der IBM-Produkte schon kurz nach der Freigabe möglich.

Eine wichtige Rolle sollen bei der Ankündigung von AD/Cycle drei Softwareunternehmen spielen, in die sich IBM kürzlich eingekauft hat. Die IBM-Partner Bachmann Information Systems, Index Technology Corp., beide aus Cambridge/Massachusetts, und die Knowledgeware Inc., Atlanta/Georgia arbeiten, so Hessinger, vor allem an der Infrastruktur der SAA-Entwicklungsumgebung. Konkret nennt er das Datenmodell von Knowledgeware, das in das Repository eingehen soll (siehe auch CW Nr. 35 vom 25. August 1989, Seite 1: "IBM kauft sich für SAA-Software-Know-how ein").

Ebenfalls für den 19. September wird die Ankündigung einer neuen Version von IBMs Cross System Product (CSP) erwartet. Wurde das Produkt bisher als Sprache der vierten Generation vermerktet, so soll es künftig auch als Anwendungsgenerator dienen. IBM hat, so Computerworld, mit der Transform Logic Inc., Scottsdale/Arizona, zusammengearbeitet, um eine CSP-Version zu realisieren, die Cobol-Code erzeugt. Nicht bekannt ist jedoch, wann das Produkt freigegeben wird.

Außerdem soll die Aufnahme der Programmiersprache PL/ 1 in dem SAA-Konzept bekannt gegeben werden.