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02.01.2006

Ada-Has-Gruppe findet in GFKL einen Käufer

Die GFKL Financial Services AG wird das Systemhaus übernehmen. Entsprechende Verträge wurden am 22. Dezember 2005 unterzeichnet.

Damit endet das Rätselraten über die Zukunft des fünftgrößten deutschen Systemhauses. Bereits im Juli hatte es Informationen gegeben, wonach Ada-Has zum Verkauf stehe. Unter dem Dach der in Willich ansässigen Holding Ada-Has IT Management AG gehören die Tochterunternehmen Ada - Das Systemhaus GmbH, Willich, und die Has Program Service GmbH, Hamburg, zum Firmenverbund.

Ada und Has sollen als Tochtergesellschaften mit jeweils eigenem Marktauftritt unter dem Dach der GFKL-Holding angesiedelt werden. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Gremien und Kartellbehörden. Ein Preis für die Transaktion wurde nicht genannt.

Der große Unbekannte

Die GFKL Financial Services AG, Essen, wurde 1992 gegründet. Sie ist Anbieter in den Geschäftsfeldern Leasing und Financial Outsourcing und hauptsächlich tätig auf den Gebieten Investitionsgüterfinanzierung und Bereitstellung von Dienstleistungen und Software rund um das Forderungs-Management von Banken und Versicherungen. Der Konzernumsatz der GFKL-Gruppe wird sich im Geschäftsjahr 2005 auf über 600 Millionen Euro belaufen, verkündete das Unternehmen. Für 2006 erwartet GFKL ein Umsatzwachstum (ohne Ada-Has) von rund 30 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 770 Mitarbeiter.

Wie Peter Jänsch, Vorstandsvorsitzender der GFKL, sagte, werden sich aus der Übernahme keine Entlassungen ergeben. Ada-Has habe die notwendigen Einschnitte bereits im vergangenen Jahr vorgenommen. Wie viele Mitarbeiter genau in dieser Zeit entlassen wurden, wollte weder Jänsch noch Joachim Prinz, Vorstandsvorsitzender der Ada-Has IT Management AG, sagen.

Aktuell arbeiten in der Ada-Has-Gruppe rund 1200 Mitarbeiter. Zusammen mit den 770 GFKL-Angestellten beschäftigen die zusammengeschlossenen Firmen nunmehr knapp 2000 Menschen. Jänsch sagte, das Gesamtunternehmen wolle im kommenden Jahr einen Umsatz von insgesamt rund einer Milliarde Euro erwirtschaften. 180 Millionen Euro davon werde Ada-Has beisteuern: "Die Frage David oder Goliath, die sich beim Blick auf die Mitarbeiterzahlen vielleicht stellen würde, verkehrt sich in puncto Umsatz also ins Gegenteil."

Prinz bestätigte, dass sich in der Vorstandsstruktur von Ada-Has nach der Verschmelzung nichts ändern werde. Er selbst bleibe Vorstandsvorsitzender.

Die GFKL will mit der Übernahme die eigenen Kompetenzen in Sachen Finanzierung und Verwertung von IT-Systemen mit der Erfahrung der Ada-Has-Gruppe im Handel, der Installation und der Wartung solcher Systeme verschmelzen. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit soll weiterhin der inländische Versicherungssektor sein. Hier habe Ada-Has heute als Systemhaus einen Marktanteil von rund 40 Prozent. (jm)