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11.02.1983 - 

Konvertierungsbox umgeht SNA-Anpassungsprobleme:

Adaption IBM-fremder Rechnersysteme

MÜNCHEN - Gleich mehrere Hindernisse versperren artfremder Hardware den Weg in die SNA -Welt. Paul Hoffmann, Vetriebsleiter der Münchner Wetronic, beschreibt, wie sich ohne umfangreichen Programmieraufwand mittels sogenannter Konvertierungsboxen diese Welt dennoch erschließen läßt.

Unterschiedlich ist zumeist der benutzte Code (EBCDIC statt ASCII), die Übertragungsart (synchron statt anynchron) und zusätzlich ist noch die Beherrschung IBM-eigener Protokolle plus Abhandlung der SNA-spezifischen Vereinbarungen vorzuweisen. Von den physikalischen Anpassungsproblemen wie Anschluß über Koaxial-Kabelverbindungen, ganz zu schweigen.

Vollzieht sich diese Anpassung in den zu adaptierenden Computersystemen beziehungsweise Endgeräten, so erfordert dies Softwareaufwand, Speicherplatz, teure Interface-Technologie und nicht zuletzt Verringerung der Performance bei der Abwicklung der eigentlichen Aufgabenstellung.

Das neue Konzept, eine mit mehreren Mikroprozessoren und umfangreicher Software bestückte Box, übernimmt alle oben geschilderten Anpassungsaufgaben. Adaptiert werden auf diesem Wege gleich eine ganze Anzahl IBM-fremder Rechnersysteme oder asynchroner Endgeräte, durch Konzentration auf eine SNA /SDCL-Verbindung.

Anstelle der sonst üblichen IBM-Steuereinheit tritt nun die geschilderte Black box. Gegenüber dem IBM-Host oder Front-End-Prozessor benimmt sie sich wie das Gegenstück vom Hersteller selbst. Es ist keine Generierung oder Softwareänderunge notwendig. Auf der anderen Seite der Box können sich asynchrone Terminal-Lösungen, graphische terminals, ASCII-Drucker oder eben Computersysteme unterschiedlicher Hersteller befinden. Diese Komponenten lassen sich entweder direkt oder über weiterführende Modemstrecken anschließen.

Sozusagen als Extra-Zugabe kann ein angeschlossener Drucker, gleichzeitig Hard-Copy-Drucker, für einen, mehrere oder alle angeschlossenen Bildschirmgeräte sein. Sogar dem Anwender, der eine Koaxial-Verkabelung der Verdrahtung mit V.24-Kabelverbindung vorzieht, wird geholfen.

Für ein paar Dollar Aufpreis gibt es ein Koaxial-Interface. In diesem Fall kann die Verkabelung auch mit Koaxial-Kabeln durchgeführt werden. Eventuell schon vorhandene Kabel werden weiterverwendet. Angeschlossen werden kann die Hardwarebox an fast alle IBM-Systeme, beziehungsweise Front-End-Prozessoren.

Die Anzahl der bereits realisierten Emulationen auf der ASCII-Seite umfaßt über 100 unterschiedliche Hersteller, darunter Hewlett Packard, Honeywell oder DEC. Eine Version zur Adaption der SNA/SDLC-Seite direkt an das Datex-P-Netzwerk (X.25) befindet sich bereits im Test.