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20.11.2006

Ade, Displays und HDDs?

Nach dem Ausstieg von Sony aus dem Monitorgeschäft denkt auch der Hitachi-Vorstand darüber nach, die Display-Produktion einzustellen.

Von Klaus Hauptfleisch

Wegen Rentabilitätsschwäche erwägt Japans größter Mischkonzern Hitachi, sich von bestimmten Kernsparten zu trennen. Darunter sind Energieanlagen, insbesondere Reaktoren für Kernkraftwerke, aber auch das Festplatten- und Bildschirmgeschäft.

"Keine Sparte ist heilig", erklärte Hitachi-Präsident Kazuo Furukawa Mitte November 2006 bei der Präsentation seines mittel- fristigen Plans. Geschäftsbereiche, deren Vorsteuerergebnisse nicht dauerhaft über dem eingesetzten Kapital liegen, werden abgestoßen. Die Zahl der Tochtergesellschaften soll in den kommenden Jahren von 885 auf 700 reduziert werden.

Vom Riesenumsatz bleibt nur ein kläglicher Gewinn

Ziel bis März 2010 ist eine Umsatzrendite von fünf Prozent, heute ist es gerade mal die Hälfte. Diese fünf Prozent waren auch das Ziel des letzten mittelfristigen Plans bis 2006. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Hitachi mit einem Umsatz von umgerechnet gut 65 Milliarden Euro, der operative Gewinn dürfte nach vorläufigen Ergebnissen um 30 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro einbrechen. Anders als Fujitsu hat sich Hitachi bisher schwer getan, sich von Geschäftsbereichen zu trennen.

Während Toshiba im Atomreaktorgeschäft schwarze Zahlen schreibt, ist Hitachi in diesem Bereich wegen hoher Rückstellungen für Reparaturen mit netto um-gerechnet 336 Millionen Euro in die Miesen geraten. Erste Konsequenz: Hitachi hat angekündigt, das Atomreaktorengeschäft in zwei Gemeinschaftsunternehmen mit General Electric (GE) zusammenzufassen. Um die Sparte Auto- mobilzubehör zu stärken, plant Hitachi indes, den japanischen Anbieter Clarion zu überneh- men. Für andere Sparten wie IT-Dienstleistungen suche man global nach geeigneten Partnern, so Furukawa.

Die verlustbringenden Geschäftsbereiche Festplatten, Flachbildschirme und Energieanlagen sollen im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben, lautet die Vorgabe des Konzernchefs. Das Festplattengeschäft hat Hitachi gerade erst 2003 von IBM übernommen, seitdem aber immer Geld damit verloren. Auch andere Hersteller wie LG Electronics klagen darüber, dass Laufwerke nichts mehr einbringen.