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11.02.2005

Adobe lässt Signatur absegnen

Demnächst können Acrobat- und Reader-Nutzer Verträge mit einer Smartcard rechtskonform signieren.

Der Softwaren-Anbieter Adobe lässt die in den Produkten "Adobe Acrobat" und "Adobe Reader" integrierten Signaturfunktionen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach dem internationalen Sicherheitsstandard Common Criteria (http://csrc.nist.gov/cc/) zertifizieren sowie konform zum deutschen Signaturgesetz machen.

Mit der digitalen Signatur können Vorgänge vereinfacht werden. Der Anwender unterschreibt Schriftstücke elektronisch und vermeidet so Medienbrüche, da er beispielsweise einen Kaufvertrag nicht mehr extra ausdrucken, handschriftlich unterzeichnen und versenden muss.

Seit Version 4.0 unterstützt Acrobat die elektronische Unterschrift, und der Reader, mit dem lediglich Dokumente gelesen, nicht jedoch erzeugt werden können, gestattet dies seit dem Release 5.1. Allerdings entsprachen diese Funktionen bisher nicht dem deutschen Signaturgesetz und waren somit kein Ersatz zur Schriftform. Das möchte Adobe nun ändern und integriert die Software "Signcubes" des Signaturspezialisten Openlimit aus Baar in der Schweiz. Beide Programme wurden beim BSI eingereicht. Die Evaluierung der Signaturlösung nimmt T-Systems ITC Security vor.

Zertifizierung wird im zweiten Quartal erwartet

Signcubes 1.6 hat bereits die Evaluierung beim BSI nach Common Criteria EAL 3+ und ISO 15408 durchlaufen und wurde nach der deutschen Signaturverordnung sowie der EU-Richtlinie 1999/93/EG bestätigt. Mit der Zertifizierung des Adobe/Openlimit-Gespanns rechnen beide Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres. Dann wäre es möglich, Verträge im Portable Document Format (PDF) elektronisch rechtsverbindlich zu unterzeichnen (qualifizierte Signatur). Der Signaturcode wird dabei in das Dokument eingebettet. Hierzu sind neben der Software auch eine Smartcard, ein Kartenleser mit sicherer Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) sowie ein elektronisches Zertifikat eines Trust Centers erforderlich. Doch um damit Dokumente rechtskonform signieren zu können, bedarf es der besagten Hardware und eines Zertifikats, was zusätzlich Geld kostet. Zudem funktioniert dies nur mit der Adobe 7.0. Bisher fehlen dem Programm auch noch Signaturfunktionen, die der Hersteller derzeit entwickelt und demnächst integrieren wird: ein digitaler Zeitstempel, der den Unterschriftszeitpunkt festhält, sowie Attributszertifikate zur Beschreibung der unterzeichnenden Person. (fn)