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19.09.2006

Adobe macht Acrobat 8 fit für Collaboration

19.09.2006
Im November kommt die überarbeitete Version der Softwarefamilie mit neuen Funktionen.

Die Oberfläche der Software wurde im Vergleich zu den letzten Versionsschritten erheblich modifiziert und präsentiert sich nun stärker aufgabenorientiert. Aber auch unter der Haube hat sich viel getan. Die wichtigsten Verbesserungen haben die Entwickler in den Bereichen Erzeugen, gemeinsames Bearbeiten, Sammeln und Kombinieren von PDF-Dateien (Portable Document Format) vorgenommen. Außerdem läuft Acrobat 8 als erste Adobe-Software nativ auf Intel-basierenden Macs.

So sollen sich nun große Dateien wie aus Autocad deutlich schneller in PDFs verwandeln lassen. Ebenen aus Autocad und Microsoft Vision bleiben in PDFs erhalten. Ein neues Plug-in ermöglicht nun auch die PDF-Erzeugung aus IBM Lotus Notes heraus, bei Microsofts Outlook wird die Auto-Archivierung unterstützt. Acrobat 8 ist ferner in der Lage, die Formate PDF/X (professioneller Druck) und PDF/A (Langzeitarchivierung) zu generieren und zu validieren. Der PDF-Standard wurde zur Version 1.7 weiterentwickelt und unterstützt jetzt auch eingebettete Flash-Animationen.

Collaboration-Tool soll verteilte Arbeit erleichtern

In Sachen Collaboration können nun alle, die gemeinsam an einem Dokument arbeiten, die Kommentare der jeweils anderen sehen, Bewertungen online oder offline hinzufügen und einfacher die Revisionen der anderen verfolgen. Für solche gemeinsamen Überprüfungen werden die Kommentare auf einem Server gespeichert. Außerdem findet sich in Acrobat 8 jetzt ein neuer Knopf, mit dem sich ein Online-Meeting starten lässt.

Aus Macromedia Breeze wird Acrobat Connect

Damit wird der neue Service "Adobe Connect" aufgerufen. Dahinter verbirgt sich das frühere "Breeze" von Macromedia, das Adobe im vergangenen Jahr übernommen hatte. Breeze ermöglicht Web-Konferenzen, die als Client lediglich den sowieso omnipräsenten "Flash Player" benötigen. Die einfache, eher für Einzelbenutzer konzipierte Connect-Version unterstützt Konferenzen mit bis zu 15 Teilnehmern. "Connect Professional" bietet darüber hinaus Sprachunterhaltungen mittels Voice over IP (VoIP) und schaltet bis zu 2500 Teilnehmer zusammen.

Der korrespondierende Server "Connect 6" beherrscht W3C-standardisierte Logfiles und Clustering von Edge-Servern. In Sachen Sicherheit unterstützt er PKI (Public Key Infrastructure) und SSL-Verschlüsselung, außerdem gibt es Zertifizierungen für angehängte NAS- (Network Attached Storage) und SAN-Speichersubsysteme (Storage Area Network). Für Entwickler, die Collaboration-Anwendungen auf Basis von Connect 6 erstellen wollen, bietet Adobe ein Software Development Kit (SDK) an.

Doch zurück zu Acrobat 8 und dessen Fähigkeiten zur Datensammlung: Formularfelder werden automatisch erkannt, lassen sich im - weiterhin kostenlosen - "Adobe Reader" ausfüllen, digital unterschreiben und lokal speichern sowie in Richtung Microsoft Excel exportieren. Das Entwickler-Tool "Live Cycle Designer 8" wurde entsprechend um Vorlagen und einen Formularassistenten erweitert.

Keine ODF-Unterstützung, Preise unverändert

Last, but not least lassen sich thematisch zusammengehörige PDFs nun kombinieren und auch mit anderen Dateien, etwa Excel-Tabellen, in ein "PDF-Paket" packen. Das funktioniert sowohl mit einzelnen Seiten aus vorhandenen PDFs wie auch mit kompletten Dokumenten. Dokumente und Pakete lassen sich über Kopf- und Fußzeilen und Wasserzeichen vereinheitlichen; außerdem lässt sich die Größe der kombinierten Datei kontrollieren.

Sensible Informationen, beispielsweise Metadaten, können nun dauerhaft aus PDF-Dateien entfernt werden. Leider nicht in die neue Version integriert wurde die native Unterstützung für das quelloffene Open Document Format (ODF) für Bürodateien. Man habe noch nicht entschieden, ob diese in künftigen Versionen eingebaut werden solle, erklärte eine Sprecherin des Herstellers.

Adobe hofft mit neuem Major-Release auf mehr Umsatz

Die Preise für Acrobat 8 bleiben gegenüber der Vorversion unverändert. Die "Professional"-Ausführung kostet in den USA 449 Dollar (Upgrade 159 Dollar), die "Standard"-Variante ist für 299 Dollar (Upgrade 99 Dollar) zu haben. Die europäischen Preise liegen mit rund 650 und 405 Euro (Upgrades 220/135 Euro) allerdings erheblich höher. Daneben gibt es noch "Acrobat 8 Elements", einen PDF-Druckertreiber für Windows-Nutzer in Firmennetzen (nur als Volumenlizenz) sowie die PLM-Variante (Product Lifecycle Management) "Adobe Acrobat 3D, Version 8".

Für den Hersteller ist das Release bedeutsam, dürfte es doch die Acrobat-Umsätze merklich ankurbeln. Das letzte Major Release Acrobat 7 war im Januar 2005 erschienen. Laut Adobe gibt es 25 Millionen lizenzierte Nutzer von Acrobat und 500 Millionen des Adobe Reader. (tc)