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18.09.2015 - 

Dank mehr Digital-Media-Umsatz

Adobe meldet deutlichen Gewinnanstieg

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Adobe Systems hat gestern nach US-Börsenschluss eine erfreuliche Quartalsbilanz präsentiert.

Die Aktie gab im nachbörslichen Handel dennoch um gut zwei Prozent nacht, unter anderem weil Adobe seine Umsatzerwartung für das gesamte Geschäftsjahr gesenkt hatte. Für das laufende vierte Quartal setzt Adobe Erlöse von 1,28 Milliarden bis 1,33 Milliarden Dollar an, unterm Strich soll ein EPS von 56 bis 62 Cent herauskommen. Der Konsens der Analysten lag mit 1,36 Milliarden Dollar und 64 Cent allerdings höher. Für das im November endende Fiskaljahr würde das auf 4,76 Milliarden bis 4,81 Milliarden Dollar Umsatz hinauslaufen, zuvor hatte das Unternehmen 4,85 Milliarden Dollar angesetzt.

Foto: Adobe

Erfreulich: Der sogenannte Digital Media Annualized Recurring Revenue, mit dem Adobe seine Einnahmen aus Software-Abonnements wie Creative Cloud, Marketing Cloud und Document Cloud abzubilden versucht, soll für das Q4 mit 2,95 Milliarden Dollar höher ausfallen als die zuvor prognostizierten 2,93 Milliarden. Für das abgeschlossene Vierteljahr kamen hier 2,65 Milliarden Dollar zusammen, unter anderem dank 684.000 neuer Abonnenten für die Creative Cloud mit Photoshop, Illustrator, InDesign, Premiere und Acrobat.

Für seine Marketing-Cloud kann Adobe laut "VentureBeat" das vierte Quartal in Folge ein Umsatzplus auf aktuell 368 Millionen Dollar vermelden. Das sind 27 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig sind die jetzt bals 1,5 Milliarden Dollar jährliche Run Rate für die Lösung in einem noch jungen Markt durchaus eindrucksvoll. "Inhalte und Daten sind heutzutage die Währung des Geschäfts", erklärte Adobe-Chef Shantanu Narayen in einem Statement.

Adobe-CEO Shantanu Narayen
Adobe-CEO Shantanu Narayen
Foto: Adobe

Adobe wurde 1982 gegründet und hat seit 2005 keine Dividende mehr gezahlt. Stattdessen setzt das Unternehmen auf unter anderem Aktienrückkäufe, um seine Aktionäre bei Laune zu halten. Im abgeschlossenen Quartal zog es rund 1,6 Millionen Anteile aus dem Verkehr.

Als Quartalsgewinn wies Adobe für den am 28. August abgeschlossenen Berichtszeitraum 174,5 Millionen Dollar oder 34 Cent pro Aktie aus nach 44,7 Millionen Dollar oder neun Cent je Anteilschein ein Jahr zuvor. Abzüglich Sondereffekten wie Kosten für Aktienvergütungen stieg das Pro-forma-EPS übers Jahr von 28 auf 54 Cent. Der Quartalsumsatz wuchs um 21 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar. Adobe selbst hatte zuvor 45 bis 51 Cent EPS (non-GAAP) und 1,18 Milliarden Dollar Umsatz angepeilt. Die Bruttomarge blieb mit 84,3 Prozent nahezu konstant. Der sogenannte Deferred Revenue steig um fast 15 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar.

Adobe kündigte außerdem an, dass der für Digital Media zuständige Senior Vice President und General Manager David Wadhwani das Unternehmen zum 25. September verlässt und zu einer anderen Firma wechselt (welche wurde nicht verraten - der Topmanager war 2005 mit der Übernahme von Macromedia zu Adobe gekommen. Da würde es nicht verwundern, wenn sein Ex-Kollege Kevin Lynch ihn nun zu Apple holte, warten wir's ab...). Bei Adobe übernimmt Bryan Lamkin, derzeit an der Spitze der Sparte Document Cloud, zusätzlich Wadhwanis Aufgaben.

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