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25.07.2003 - 

Anschluss an Backend-Systeme

Adobes Form Designer lernt XML

MÜNCHEN (IDG) - Die Extensible Markup Language (XML) hat sich als ein Standardformat zur Erstellung elektronischer Formulare und deren Weiterverarbeitung in anderen IT-Systemen durchgesetzt. Dies hat jetzt auch Adobe erkannt.

Die Formularsoftware "Form Designer" kam bereits im April vergangenen Jahres in den Besitz von Adobe, als die Kalifornier aus San Jose die kanadische Accelio Corp. samt ihrer Software übernahmen. Doch erst jetzt arbeitet man daran, neben dem verbreiteten hauseigenen Portable Document Format (PDF) auch XML in dem Produkt zu unterstützen. Über das Einbinden von XML Schemas in den Formularentwurf soll es in einer neuen Version möglich sein, Dokumente wie bisher als PDF-File oder als XML Data Package (XDP) bereitzustellen. XDP-Dateien können laut Adobe XML-Formulardaten, XML-Templates, weitere XML-Informationen und PDF-Dokumente enthalten. Über die XML- und Web-Services-Schnittstellen anderer Unternehmensanwendungen ist dann eine Weiterverarbeitung der Formulare möglich.

Als Anwendungsbeispiel nennt der Hersteller eine Bank, die auf ihrer Website Kredite anbietet. Das entsprechende Formular lädt sich der Anwender auf den Rechner, füllt es mittels des kostenlos erhältlichen "Acrobat Reader" aus und sendet es an die Bank zurück. Die in XML geschriebenen Daten können dann direkt in ein Kreditbearbeitungssystem einfließen, sofern dieses das Format unterstützt.

Bis es aber so weit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Der neue Form Designer soll frühestens im vierten Quartal dieses Jahres in den Betatest gehen und Anfang 2004 verfügbar sein. Ob sich der Preis im Vergleich zur aktuellen Version, die 1700 Dollar kostet, ändern wird, ist nicht bekannt.

Adobes überarbeitete Formularsoftware kommt damit deutlich später auf den Markt als Microsoft, das mit "Infopath" (ehemals "Xdocs") ähnliche Anwendungszwecke verfolgt. Das Produkt aus Redmond wird wohl zeitgleich mit Office 2003 im Herbst dieses Jahres veröffentlicht. Ein Nachteil gegenüber der Adobe-Lösung wird allerdings sein, dass Infopath im Gegensatz zum kostenfreien Acrobat Reader ein Office-Produkt am Frontend voraussetzt.

Forrester-Analyst John Dalton rechnet allerdings mit unterschiedlichen Zielmärkten für beide Produkte: Form Designer eigne sich eher für den Formularaustausch mit der Öffentlichkeit, Infopath dagegen für unternehmensinterne Dokumentenprozesse. (ue/lex)