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11.06.1982 - 

Bei erwarteten Verlusten von 450 Millionen Mark für 1982:

AEG bleibt ein schwieriger Patient

BERLIN (CW) - Die Sanierung des zweitgrößten deutschen Elektrokonzerns, der AEG-Telefunken AG. Frankfurt, dürfte doch länger dauern als ursprünglich angenommen. Denn für das Geschäftsjahr 1982 erwartet Vorstandschef Heinz Dürr erneut Verluste in Höhe von 400 bis 450 Millionen Mark.

Der immense Fehlbetrag von 650 Millionen Mark im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte, wie Dürr auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin mitteilte, nur durch außerordentliche Erträge ausgeglichen werden. So verzichteten die kreditgebenden Banken auf rund 240 Millionen Mark Forderungen gegenüber dem Elektrogiganten.

Weitere 400 Millionen Mark wurden aus der Verbindung mit Bosch und Mannesmann im Zuge der übergreifenden Kooperation "locker"gemacht. Insgesamt konnte dadurch ein ausgeglichenes Ergebnis für 1981 vorgelegt werden.

Wie jedoch auf der Pressekonferenz ebenfalls deutlich wurde, ist für das laufende Geschäftsjahr noch kein verbindliches Sanierungskonzept mit den Banken ausgearbeitet worden. So sei

weder über eine neuerliche Zinsverbilligung (1981 zwei Prozent) noch über einen weiteren Forderungsverzicht - im Gespräch sind 260 Millionen Mark - entschieden worden.

Ebenfalls nicht rosig sieht es bei der Olympia Werke AG aus. Der Verlust der AEG-Tochter betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 113,5 Millionen Mark (1980 lag er bei 156,5 Millionen Mark) bei einem Umsatz t von rund 811 Millionen Mark.

Am Grundkapital von 130 Millionen Mark ist AEG-Telefunken, bisher alleiniger Aktionär der Olympia Werke AG, mittlerweile nur noch zu 51 Prozent beteiligt. Die restlichen 49 Prozent hält jetzt die Gesellschaft für Elektrowerke mbH, Frankfurt.

Der erstmalig vorgelegte Weltabschluß für 1981 umfaßt die AEG-Telefunken AG sowie 52 inländische und 72 ausländische Beteiligungsgesellschaften. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf rund 14,8 Milliarden Mark. Davon entfielen etwa 8,5 Milliarden Mark (57 Prozent) auf das Inland und rund 6,4 Milliarden Mark auf das Ausland. Weltweit beschäftigte AEG-Telefunken 123 700 Mitarbeiter, davon 99 400 im Inland, damit acht Prozent weniger als 1980.