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08.06.1990 - 

AEG-Olympia fährt 150 Millionen Mark Verlust ein

AEG: Jahresüberschuß durch Verkauf von Geschäftsbereichen

FRANKFURT (vwd) - Die AEG konnte zwar ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um sieben Prozent auf 12,2 Milliarden Mark steigern. Der ausgewiesene Jahresüberschuß in Höhe von 275 Millionen Mark resultiert allerdings in erster Line aus dem Verkauf von drei AEG-Sparten, mit dem das Unternehmen 1,4 Milliarden Mark erlöste.

In Folge hoher Auftragseingänge und wegen des weiter günstigen Konjunkturverlaufs rechnet der Vorstandsvorsitzende der AEG AG, Heinz Dürr, für das laufende Fiskaljahr mit einem zweistelligen Umsatzwachstum auf 13,5 Milliarden Mark. Obwohl er ein gegenüber 1989 verbessertes Ergebnis für sicher hält, wollte Dürr keine konkrete Ertragsprognose für 1990 abgeben. Wie der Vorstandsvorsitzende weiter erläuterte, stieg der Umsatz in den ersten vier Monaten 1990 um sieben Prozent auf 4,7 Milliarden Mark, wobei die Bereiche Automatisierungstechnik mit 20 sowie Büro- und Kommunikationstechnik mit 13 Prozent die höchsten Zuwachsraten verbuchen konnten.

Von dem im vergangenen Jahr erzielten Jahresüberschuß in Höhe von 275 Millionen Mark (1988: 27) wurden 266 Millionen in die Gewinnrücklagen eingestellt, während die restlichen neun Millionen für die Auszahlung der garantierten Dividende von 2,50 Mark pro Aktie verwendet werden. Der Abschluß 1989 ist wesentlich vom Verkauf der AEG-Sparten Hochfrequenztechnik, Marine- und Sondertechnik sowie der Forschungsinstitute geprägt. Von dem Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,4 Milliarden Mark wurden 200 Millionen für Bewertungsmaßnahmen, 500 Millionen für eine verstärkte Risikovorsorge und 450 Millionen für "außergewöhnlich hohe Zukunftsvorleistungen" eingesetzt.

Nach Angaben des Unternehmens will der Konzern seine Kernbereiche in den nächsten Jahren durch weitere Akquisitionen, geschäftliche Allianzen und Kooperationen stärken und das Wachstum in den sechs Geschäftsfeldern internationalisieren. Von ihnen generierte der Elektro-Anlagenbau mit 4,11 Milliarden Mark im vergangenen Jahr den größten Umsatz, gefolgt von Gebrauchsgütern mit 2,63, der Automatisierungstechnik mit 2,31, der Mikroelektronik mit 1,51, der Büro- und Kommunikationstechnik mit 1,42 und den Transportsystemen mit 0,59 Milliarden Mark. Die sechs Kernbereiche waren in sehr unterschiedlichem Maße am Umsatzwachstum beteiligt. Die Zuwachsraten lagen zwischen nur einem Prozent in der Bürokommunikation und 27 Prozent bei Transportsystemen. Während die anderen Sparten zumindest ausgeglichen abschlossen, mußte die AEG in den Feldern Bürokommunikation und Automatisierung deutliche Verluste hinnehmen.