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08.11.1991 - 

Ein Käufer ist noch nicht gefunden

AEG möchte ihre Büro-Tochter Olympia endgültig los werden

MÜNCHEN (CW/vwd) - Mit der Aufteilung in drei selbständige Einheiten bereitet die AEG AG den Verkauf der verlustreichen Tochter AEG Olympia vor. Bis Ende 1992 will sich die Daimler-Benz-Tochter aus dem Bürogeschäft zurückziehen. Wer das angeschlagene Werk übernehmen soll, ist noch nicht bekannt.

Noch vor vier Wochen wollte der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder das Olympia-Werk bei Wilhemshaven durch "unternehmerische Mitverantwortung" retten. Schon damals äußerte sich die Konzernmutter Daimler-Benz sehr skeptisch. Inzwischen ist klar, daß die AEG das Olympia-Werk abstoßen will.

Der Rückzug wird, so erläuterte der AEG-Vorstandsvorsitzende Ernst Stöckl, schrittweise bei gleichzeitigem Erhalt der Marke Olympia erfolgen. Gleichzeitig strebt der Konzern einen raschen Abbau der Verluste und die Reduzierung der Belegschaft an. Über den Käufer beziehungsweise über Ausmaß oder Termin des Verkaufs hält sich die AEG bedeckt.

Das Olympia-Werk wird in Gesellschaften für Produktion, Vertrieb und Service sowie in eine Grundstücksgesellschaft aufgeteilt. Der Bereich Produktion soll die Fertigungseinrichtungen bei Wilhelmshaven betreiben und für den Übergangszeitraum Büroprodukte herstellen, bis "ein Erwerber Geräte unter der Marke Olympia aus eigener Fertigung einfahren kann", so AEG.

Die Grundstücksgesellschaft wird Eigentümerin von Grund und Boden sowie der Einrichtungen des Standorts Roffhausen. Die Teilbereiche des Werkes sollen dadurch verselbständigt und für mögliche neue Industrieansiedlungen attraktiv werden. Das Ausmaß des Personalabbaus ist laut AEG noch nicht zu übersehen. Daimler-Vorstandschef Edzard Reuter hat allerdings verlauten lassen, daß "ein erheblicher Teil" der 2700 Mitarbeiter betroffen sei.