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Aeltere Betriebssysteme werden nicht mehr angeboten Sun stellt High-end-Workstation mit 64-Bit-Ultrasparc-CPU vor

10.11.1995

MUENCHEN (wm) - Seit Anfang November kann Sun Microsystems die ersten Workstations mit 64-Bit-Ultrasparc-Prozessor liefern. Sie sollen aehnlich leistungsstark sein wie die Topmodelle von Hewlett- Packard oder Digital Equipment. Wer in den Genuss der neuen Rechner kommen will, muss aber auf die neue Solaris-Version 2.5 umsteigen - Solaris 1.x und Sun-OS werden nicht mehr angeboten.

Die Tests der Prototypen seien erfolgreich gewesen, berichtet Peter Lomdahl, ein Wissenschaftler aus dem Labor der US-Regierung in Los Alamos. "Unsere Programme laufen auf den 64-Bit- Workstations zwei- bis viermal schneller als auf einer Sparcstation 10 mit einer Taktrate von 50 Megahertz." Weitere Leistungssteigerungen, so Lomdahl, seien mit dem 64-Bit-Compiler "Sunpro 4.0" zu erreichen, der die Reserven der Ultrasparc-CPU wirklich ausschoepft. So gibt es zum Beispiel eigene Befehle fuer die Verarbeitung von Audio- und Videodaten im sogenannten Visual Instruction Set.

Die ersten beiden Ultra-Workstations ("Ultra 1" und "Ultra 2") basieren auf der Ultrasparc-I-CPU mit einer Taktrate von 167 Megahertz. Anfang naechsten Jahres soll dann ein Ultra-Modell erhaeltlich sein, das mehrere, parallel geschaltete Ultrasparc- Chips mit einer Taktrate von 200 Megahertz enthaelt.

Einen weiteren Leistungsvorteil bringt laut Sun die geaenderte Verbindung zwischen Arbeitsspeicher, Prozessor(en) und Peripherie. "Ultrasparc Port Architecture" (UPA) nennt der Hersteller den Ersatz fuer den bisher verwendeten S-Bus, der Verbindungen zwischen den Arbeitsspeichern schaltet, ueber die 1,3 GB Daten pro Sekunde fliessen koennen. Die bisher erhaeltlichen S-Bus-Adapter lassen sich wie die Grafikkarten fuer die Sparcstations weiter nutzen.

Die UPA-Verbindung der Ultra-Workstations hat Veraenderungen im Solaris-Betriebssystem erzwungen. Allerdings lohnt sich der Wechsel: Die neue Version 2.5 bietet bereits die Moeglichkeit, mehrere Prozessoren parallel zu betreiben. Solaris 1.x und Sun-OS werden auf den neuen Maschinen nicht mehr angeboten. Ein dringend noetiger Schritt, urteilen Marktbeobachter, doch einer, der alteingesessene Kunden auch veraergern koennte. Noch Mitte dieses Jahres hatten etwa 18 Prozent der Sun-Kunden hierzulande Solaris 1.x zu ihren Sparcstations geordert. Wieviel Sun-Kunden weltweit noch nicht auf Solaris 2.x umgestellt haben, ist unklar. Die Angaben schwanken zwischen 300000 (Unternehmensberatung Gartner Group) und 800000 (Brancheninformationsdienst "Unigram.X").