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28.10.1977 - 

.Symposium: Software-Entwicklung

Ärger über unausgewogenes Angebot

MÜNCHEN (uk) - "Heiter bis nachdenlclich" bei der Ouvertüre von Charles Lecht, "aufgerüttelt" bei charmant servierten Marktdaten von Ursula Neugebauer und "gelangweilt bis verärgert" bei der Podiumsdiskussion. Durch diese "Wechselbäder" mußten Besucher des Systems- Symposiums "Softwareentwicklung", es sei denn, sie resignierten ob des unausgewogenen Referate- Angebotes vorher und zogen Ausstellung (oder Würstchenstand) vor.

"Volles Haus" in der Kongreßhalle am Anfang beim Referat von Charles P. Lecht, von der amerikanischen Beratungsgesellschaft Advanced Computer Techniques Corporation, der jüngst mit seinem Buch "The Waves of Change" großes Aufsehen erregt hatte. Lecht erntete Heiterkeitserfolge mit seiner Empfehlung, "in Ruhe die DV- Entwicklung abzuwarten" sowie mit seiner Prognose, daß "Distributed Processing ebenso von der Bildfläche verschwinden wird wie Totale-MIS-Systeme Management Information Systems), weil niemand mehr versteht worum es geht". Kurz darauf allerdings Nachdenklichkeit, als Lecht Grafiken präsentiert, die unter anderem - belegen sollen, daß "mit steigender Betriebssystemgröße die Produktivität der Anwendungsprogrammierung abnimmt".

Danach - charmant vorgetragen, aber knallhart formuliert - die Software-Marktdaten von Ursula Neugebauer, Infratest. Sie belegte, daß 80 Prozent der EDV-Groß-Anwender wie gehabt ihre Anwendungsprogramme selbst erstellen, und daß fast 50 Prozent der mit Softwarehäusern kooperierenden Benutzer nach Projektabschluß sich nicht wieder an Softwarehäuser wenden. Der Schlüssel zu den Problemen des deutschen Software- Markts liege nach; ihrer Meinung in einer verstärken Informiationspolitik und Imagepflege der Softwarehäuser.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion über "Moderne Methoden der Softwareentwicklung" erzeugten drei; Teilnehmer von Hardware-Herstellern, zwei Anwender sowie ein Software-Sprecher beim "wie, was, wann, warum" über Software-Methoden zunächst Langeweile oder - je nach Temperament - Verärgerung. Erst auf die Publikumsforderung, "mal konkret zu werden", bequemten sich die zwei Anwender, ihre Methodenkonzepte zu "verraten".