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20.03.2008

Airbus stellt Ultimatum beim Werksverkauf - FTD

HAMBURG (Dow Jones)--Der CEO des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, Thomas Enders, sieht den Zeitplan für das neue Langstreckenmodell A350XWB in Gefahr, wenn nicht kurzfristig über die Verkäufe der Airbus-Werke entschieden wird. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe.

HAMBURG (Dow Jones)--Der CEO des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, Thomas Enders, sieht den Zeitplan für das neue Langstreckenmodell A350XWB in Gefahr, wenn nicht kurzfristig über die Verkäufe der Airbus-Werke entschieden wird. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe.

Enders habe intern angekündigt, dass in zwei bis drei Wochen Klarheit über die nächsten Schritte bestehen müsse, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Hamburger Branchenkreise. Angeblich sollen die Verhandlungen mit dem Interessenten OHB/MT Aerospace für die deutschen Airbus-Werke bereits eingestellt worden sein. Eine für Airbus akzeptable Lösung sei weder industriell noch finanziell erreichbar gewesen.

Ein Airbus-Sprecher wollte am Donnerstag laut "FTD" "zu Gerüchten keine Stellung nehmen". Die Verhandlungen zu den Werksverkäufen dauerten in allen drei Ländern an. "Richtig ist, dass die A350 ein bestimmendes Element für den Zeitplan ist", fügte er hinzu. Der Sprecher ließ offen, ob beim Thema Werksverkäufe eventuell Gespräche mit anderen möglichen Partnern geführt werden. Von OHB/MT Aerospace war kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten, so die Zeitung.

Bereits auf der Bilanzpressekonferenz der Airbus-Mutter EADS am 11. März hatte Konzern-CEO Louis Gallois auf Schwierigkeiten bei den Werksverkäufen hingewiesen. Die Verhandlungen würden durch die Dollarschwäche und die Turbulenzen auf den Finanzmärkten belastet. Airbus/EADS will sich im Rahmen seines Umstrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms Power-8 von sechs Werken in Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit 9.400 Beschäftigten trennen. Der größte Anteil entfällt auf Deutschland mit 6.000 Beschäftigten an den Standorten Nordenham, Varel und Augsburg.

Airbus-CEO Enders dringt jetzt offensichtlich auf Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur der Werke, weil damit auch Entscheidungen über Arbeitsanteile sowie hohe Investitionen in Entwicklungs- und Produktionstechnologie verbunden sind, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Webseite: http://www.ftd.de DJG/nas/bam

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