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31.05.2007

AIX 6 kommt nicht vor November

Das für die neuen Power6-Server optimierte IBM-Unix erinnert mit seinen diversen technischen Neuerungen an Suns Solaris.

Für das dritte Quartal plant IBM zunächst eine Betaversion von AIX 6.1 - der Konzern scheut .0-Releases. Diese ist allerdings nicht für den produktiven Einsatz gedacht und wird auch nicht entsprechend unterstützt. Außerdem ist es möglich, dass nicht alle darin enthaltenen Features auch in der für November vorgesehenen finalen Version Eingang finden, warnt der Hersteller.

Features im Überblick

Server-Virtualisierung mit Workload Partition (WPAR);

- Der Workload Partitions Manager ermöglicht "Application Mobility";

Trusted AIX erlaubt mehrschichtigen, Label-basierende Zugriffsschutz für Daten und Anwendungen;

Granularere und rollenbasierende Zugriffskontrolle;

Secure by Default erleichtert Systemadministration;

Dynamic Tracing/Probevue zur Erkennung von Performance-Engpässen.

Virtualisierung

AIX 6.1 wird laut Branchendienst "Computerwire" eine Reihe neuer Techniken für die Server-Virtualisierung enthalten. Die erste heißt "Workload Partition" (kurz WPAR) und scheint das Pendant eines Virtual Private Server in Linux oder Unix zu sein – Sun Microsystems nennt die Technik in Solaris 10 "Container". Mit WPARs können Anwender mehrere AIX-Workloads in einer Betriebssysteminstatz konsolidieren, wobei die einzelnen WPARs in Sachen Sicherheit und Verwaltung voneinander isoliert bleiben.

Hier liegt ein gravierender Unterschied zu den bekannten logischen Partitionen (LPARs), die jeweils eine eigene Betriebssysteminstanz verwenden, was bei Upgrades und Patches für virtuelle Server Kopfschmerzen bereiten kann.

IBM wird ergänzend mit AIX 6.1 einen neuen "Workload Partitions Manager" ausliefern, der die Migration von AIX-Partitionen und vermutlich auch Partitionen unter i5/OS und Linux zwischen zwei Power-basierenden Servern im laufenden Betrieb ermöglichen soll. Diese "Application Mobility" unterstützt die Verschiebung kompletter WPARs, was IBM während einer Präsentation mit der Verlagerung einer laufenden Oracle-10g-Datenbank über ein 10-Gigabit-Ethernet-Netz vorführte.

AIX 6.1 wird in Sachen Security außerdem auch als "Trusted AIX" mit erweiterten Sicherheits-Features konfigurierbar sein. Diese Variante bietet mehrschichtige, Label-basierende Sicherheit für Daten und Anwendungen, eine Voraussetzung für den Einsatz in Behörden und zunehmend auch in Unternehmen.

Mehr Sicherheit

Ferner plant IBM für das neue AIX-Release eine verbesserte und deutlich granularere rollenabhängige Zugangskontrolle. Sicherheitsverwalter können damit den Non-Root-Usern einen ausgewählten privilegierten Zugriff auf bestimmte System- und Anwendungsfunktionen gewähren. Darüber hinaus wird es ein "Trusted Execution Enviroment" geben, das die Systemintegrität kontinuierlich überwacht.

Gleichfalls in die Sicherheitsecke gehört die neue Setup-Option "Secure by default". Diese spielt AIX 6.1 mit einen Minimum aktiver Systemdienste auf einen Server auf. Administratoren und Security Manager müssen also nicht mehr ein Standardsystem sofort nach der Installation anfassen, um die aus ihrer Sicht bedenklichen oder ohnehin nicht benötigten Services abzuschalten. AIX 6.1 wird ferner das IBM-Dateisystem Journal File System Extended (JFS2) enthalten, das Verschlüsselung auf Dateisystemebene ermöglicht.

Performance-Analyse

Interessanterweise kommt AIX 6.1 wohl auch mit einer eigenen Variante von Dynamic Tracing namens "Probevue", die im Prinzip die gleichen Dienste verrichtet wie das "DTrace"-Utility in Suns Solaris: Entwickler können mit Hilfe von Probevue dynamische Trace Points in Applikationen platzieren und darüber Performance-Engpässe und andere Probleme aufspüren, ohne den Code neu kompilieren zu müssen. Das ist auch im laufenden Betrieb möglich. (tc)