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11.05.1990 - 

IBM will im Laptop-Markt aktiver werden

Akers sieht die Zukunft von Big Blue in einem rosigen Licht

PHOENIX (IDG) - Auf der Jahreshauptversammlung des Konzerns gab sich John Akers wie gewohnt zuversichtlich: Vor allem die anstehenden enormen Investitionen der gesamten Wirtschaft in Informationstechnologien, die allein in diesem Jahr zusammen etwa 70 Milliarden Dollar betragen sollen, würden der IBM genügend Möglichkeiten bieten, ihre Ertragslage weiter zu verbessern.

Akers kündigte zwar keine konkreten Produkte an, sagte aber dem britischen Branchendienst "Computergram" zufolge, daß der Konzern in diesem Jahr mehr als ein wichtiges Produkt- oder Serviceangebot pro Tag ankündigen werde. Außerdem wolle IBM insgesamt sieben Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung investieren.

Obwohl er die Berichte über Pläne der IBM, einen billigen PC für den Heim-Markt zu produzieren, nicht direkt kommentieren wollte, räumte Akers ein, daß Teile davon zutreffen könnten, denn schließlich biete dieses Segment sehr attraktive Möglichkeiten. "Wir beobachten den Markt sehr genau", sagte der IBM-Boß, der auch ein verstärktes Engagement seines Unternehmens im Laptop-Bereich in Aussicht stellte.

Während Akers keine genaueren Angaben darüber machte, wie der Konzerngewinn in Zukunft verbessert werden könnte, wies er sehr detailliert auf die zweistelligen Wachstumsraten des 3090-Marktes, der AS/400-Linie und der PS/2-Rechner im vergangenen Jahr hin.

Allerdings gab der Big-Blue-Chef zu, daß Probleme in anderen Produktbereichen zu geringeren Einnahmen und schmaleren Gewinnen pro Aktie geführt hätten. "Erstens konnten wir einige wichtige Produkte wie Plattenspeicher (3390) und Hochleistungs-Workstations nicht so schnell auf den Markt bringen wie geplant. Zweitens wurden Umsatz und Gewinn durch den starken Dollarkurs beeinträchtigt", erklärte Akers den Aktionären auf der Hauptversammlung das vergleichsweise bescheidene Abschneiden der IBM im vergangenen Jahr. Außerdem leide das Ergebnis kurzfristig darunter, daß die Kunden immer mehr dazu übergingen, Großsysteme zu leasen anstatt sie zu kaufen. "Langfristig wirkt sich das aber positiv aus", betonte er.