Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.06.1989 - 

Stellung des Technik-Experten aufgewertet:

Akers-Vize Kuehler wird IBM-President

ARMONK (IDG) - Die Personalunion von John Akers als Chairman. President und Chief Executive Officer der IBM Corporation gehört der Vergangenheit an. Den repräsentativen Präsidententitel trägt neuerdings der Akers-Stellvertreter Jack Kuehler.

Kleines Stühlerücken unter den Mitgliedern von IBMs "Zentralkomitee", dem Executive Committee in Armonk: Nach drei Jahren Alleinherrschaft hat John Akers (54) eines seiner drei Top-Amter abgegeben. Der Boß selbst fungiert künftig "nur noch' als Chairman und Chief Executive Officer (CEO) - womit er freilich den Vorsitz in der Geschäftsführung behält. Daß er den Titel "President", der ohne die Funktion des CEO mehr schinückt denn Macht verleiht, an das langjährige Vorstandsmitglied Jack D. Küehler (56) abgibt, ist daher kein Anzeichen für eine Wachablösung an der Konzernspitze.

Vielmehr, so ist unisono aus dem Unternehmen und von externen IBM-Watchers zu hören, soll der als technologischer Kopf des Vorstandes geltende Kuehler mit der Beförderung für seine vielfältigen Managementleistungen geehrt werden. Diese Annahme wird auch bestätigt durch die Tatsache, daß sich die internen Berichtswege nicht ändern: Wie bisher unterstehen mehrere Ressorts, darunter die Fertigung, unmittelbar Kuehler, dessen Position als Vice Chairman auch nicht wieder besetzt wird.

Der Analyst Bob Djurdjevic, Chef der Firma Annex Research, geht sogar soweit, die Berufung des Akers-Vertreters als Signal dafür zu werten, daß das Armonker Machtgefüge - zumindest auf mittlere Sicht festgeschrieben wird. "Akers versucht den nachrückenden Führungskräften, vor allem den Managern der IBM-Geschäftsbereiche, die Botschaft zu übermitteln, daß der Präsidentenjob vorerst nicht zur Verfügung steht."

Kuehler kann den Chefsessel aber nur bis zum August 1992 warmhalten - dann wird er 60, erreicht also das IBM-übliche Pensionierungsalter für Vorständler. Zu diesem Zeitpunkt wird die Akers-Nachfolge tatsächlich zum Thema: Der Chairman hat dann nur noch zwei Jahre, bis er selbst die Altersgrenze erreicht.