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31.03.2000 - 

Trotz vorübergehender Baisse an der Nasdaq

Aktien der Chipequipment-Hersteller erreichen Jahreshoch an der Wall Street

MÜNCHEN (CW) - Während New Yorker Analysten junge Business-to-Business- (B-to-B-) und Wireless Companies als die derzeitigen Stars an der Börse ausmachen, zeichneten sich zuletzt auch für einige Veteranen der Computer-Industrie beeindruckende Entwicklungen ab.

Fast unberührt vom Absacken des Nasdaq-Index Mitte März, der hauptsächlich auf den Ausstieg vieler institutioneller Anleger aus klassischen IT-Werten zurückgeführt wurde, blieben nämlich die großen Hersteller von Halbleiter-Produktionsanlagen (Chipequipment) stabil. Seit Beginn dieses Jahres stiegen Novellus-Aktien um 65 Prozent, die von KLA-Tencor um 37 und von Applied Materials um 41 Prozent. Die drei Firmen erreichten damit ihr Jahreshoch an der New Yorker Börse.

Angekurbelt wurden die Aktienwerte durch die gesteigerte Nachfrage von Chipproduzenten wie Intel. Angaben der Semiconductor Equipment and Materials International Group (Semi) zufolge wird die weltweite Chipindustrie im Jahr 2000 um 25 und im Jahr darauf sogar um 40 Prozent wachsen. 1999 entsprach die Wachstumsrate 19 Prozent. Neben den PC-Herstellern werden zunehmend TK-Unternehmen, die Handys mit Web-Browsern oder etwa Personal Digital Assistants fertigen, die Chipnachfrage anheben.

Am kräftigsten steigen derzeit taiwanische Unternehmen wie die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company und die United Microelectronics, in das Chipgeschäft ein. Hier gebe es, so Branchenkenner, eine regelrechte Gründerzeitstimmung.

Hinzu kommt, dass die Halbleiterindustrie immer kostengünstiger produzieren kann. Zwei Dinge erlauben den Chipproduzenten, die Stückkosten zu reduzieren: der Wechsel zu größeren Silizium-Wafern, aus denen mehr einzelne Chips gewonnen werden können und die steigende Präzision beim Herstellungsprozess, die es erlaubt, die Chips näher beieinander liegend aus den Wafern auszuschneiden. Präzisere Geometrie kostet aber mehr Geld, so stieg beispielsweise der Preis für KLA-Equipment während der letzten fünf Jahre von 50 bis 70 Millionen auf 100 bis 125 Millionen Dollar pro Fabrikationsanlage.

Abb.: Hausse an der Wallstreet

Mehr als ein Strohfeuer? Die Aktien von Applied Materials & Co. kletterten auf ein neues Jahreshoch. Quelle: Consors