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Spekulationen um Fusion mit Walt Disney dementiert

Aktionäre honorieren höhere Gewinne von Yahoo nicht

21.01.2000
MÜNCHEN (CW/IDG) - Trotz eines deutlich gestiegenen Gewinns im vierten Quartal musste die Aktie der Internet-Company Yahoo an der Wallstreet Federn lassen. Die Analysten hatten sich insgeheim wohl ein noch besseres Ergebnis versprochen.

Geht man von den offiziellen Gewinnprognosen der Wallstreet aus, überraschte der Portaldienst Yahoo die Analysten mit dem Ergebnis für sein viertes Quartal, das am 31. Dezember 1999 endete, positiv. Demnach betrug der Nettogewinn abzüglich Sonderaufwendungen 44,7 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich der Profit noch auf 3,8 Millionen Dollar belaufen. Das operative Ergebnis nach Steuern lag im letzten Quartal bei 19 Cent je Anteilschein und damit um vier Cent höher als von den Experten erwartet. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 120 Prozent auf 201,1 Millionen Dollar zu.

Für das gesamte Geschäftsjahr wies Yahoo einen um außergewöhnliche Belastungen bereinigten Nettoertrag von 61,1 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie aus. 1998 hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 12,7 Millionen Dollar bilanzieren müssen. Die Einnahmen kletterten um 140 Prozent von 245,1 auf 588,6 Millionen Dollar. Chairman und CEO Tim Koogle machte die hohen Werbeeinnahmen und den Anstieg beim Online-Shopping in der Vorweihnachtszeit für das gute Ergebnis verantwortlich.

Finanzchef dämpfte die Erwartungen für 2000

Trotz der guten Geschäftszahlen brach der Aktienkurs des Unternehmens im nachbörslichen US-Handel um teilweise fast neun Prozent ein. Ausschlaggebend dafür war Insidern zufolge vor allem die Tatsache, dass sogenannte Flüster-Schätzungen in New York von einem noch besseren Ergebnis (erwartet wurde demnach für das vierte Quartal ein Gewinn je Aktie zwischen 18 und 21 Cent) ausgegangen waren. Allerdings war bereits vor der Veröffentlichung der Zahlen der Nasdaq-Composite-Index um drei Prozent zurückgegangen. Unabhängig davon kündigte Yahoo für den 14. Februar einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zwei an.

Für die Kursabschwächung der Yahoo-Aktie dürften noch zwei andere Gründe gesorgt haben. Yahoos Finanzchef Gary Valenzuela verband die Kommentierung der Geschäftszahlen mit einer Warnung, wonach die Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn im neuen Geschäftsjahr geringer ausfallen könnten. Gleichzeitig wurde die Phantasie vieler Anleger zerstört, indem Firmenchef Tim Koogle jeglichen Fusionsgerüchten eine klare Absage erteilte. Entsprechende Spekulationen waren nach der Ankündigung des Mergers zwischen America Online (AOL) und Time Warner aufgekommen. So gab es Gerüchte, der Online-Riese werde sich mit Walt Disney zusammenschließen.