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23.02.1996 - 

Uebernahme durch Fore steht kurz vor dem Abschluss

Alantec ruestet Switching-Hubs mit Fast-Ethernet-Modulen auf

Alantec baut die Powerhubs als Fast-Ethernet-Loesung vom Desktop bis zum Backbone weiter aus. Die Familie wird bis Ende des zweiten Quartals um vier Module erweitert. Dabei handelt es sich um einen Universal-Einschub sowie drei verschiedene Mikrosegment- Module.

Speziell fuer High-Performance-Workgroups, Server-Konglomerate sowie Collapsed Backbones wurde laut Hersteller das Universal- Modul entwickelt, das ab sofort lieferbar ist. Es enthaelt zwei RISC-Prozessoren und einen eigenen Speicher. Diese Konfiguration ermoeglicht der Komponente, Pakettransfer selbstaendig in die Wege zu leiten und somit die Last auf dem zentralen Chip des Switches zu reduzieren. Bis zu neun solcher Module kann ein Powerhub 7000 Alantec zufolge aufgrund der verteilten Intelligenz integrieren. Zu den weiteren Features des Boards zaehlen Bridging- und Routing- Funktionalitaet sowie die Option, virtuelle LANs (VLAN) auf verschiedenen Ebenen zu realisieren.

Das Produkt belegt einen Slot im Chassis des Powerhub 7000 und stellt damit sechs Fast-Ethernet-Segmente bereit. Jedes dieser Segmente bedient wiederum eine physikalische Verbindung im Full- Duplex-Betrieb, wobei alle drei 100Base-T-Mediatypen (TX, T4 und FX) auf Single- wie auch Multimode-Glasfaser unterstuetzt werden. Neben Fast Ethernet bedient der Powerhub 7000 auch Ethernet, FDDI und ATM.

Die drei angekuendigten Mikrosegment-Module fuer den Powerhub 6000 und 7000 stellen Anwendern am Desktop laut Alantec preiswert 100Base-T-Repeater-Technik kombiniert mit Switching-Merkmalen zur Verfuegung. Jedes der drei Boards nimmt einen Einschub des Switching-Hubs in Anspruch, wobei die ab Maerz 1996 fuer den Powerhub 7000 verfuegbare Version mit zwei Repeatern fuer jeweils acht 100- Base-TX-Verbindungen ausgestattet ist. Ebenfalls im zweiten Quartal sollen zwei aehnliche Karten fuer den Powerhub 6000 auf den Markt kommen: Ein Modul mit einem Repeater und zwoelf Fast- Ethernet-Segmenten, das zweite mit zwei Repeatern, wovon jeder zwoelf 100Base-TX-Anschluesse beherrscht.

Alantec setzt bei den Powerhubs im Gegensatz zu zahlreichen anderen Herstellern auf eine Software-orientierte Architektur. Bei den Powerhub-Komponenten handelt es sich um Multilayer-Geraete, die zusaetzlich zu Ebene-2-Merkmalen Layer-3-Routing-Funktionalitaet beinhalten. Dabei hat Alantec einen Mix aus den Route-Verfahren Store-and-Forward sowie Cut-Through in seinen Produkten realisiert.

Der Multilayer-Ansatz bietet Alantec zufolge Anwendern mehrere Vorteile: Zum einen mehr Sicherheit durch die Bildung von Firewalls sowie den Schutz gegen sogenannte Brodcast Storms. Zum anderen die moegliche Segmentierung des Backbone-Verkehrs, die Schaffung administrativer Domains sowie die Filterung von Protokollen. Darueber hinaus erlaubt dieses Model eine Kommunikation zwischen virtuellen LANs, Multicast Adressing und im Hinblick auf ATM eine Migrationsoption sowie das Merkmal Quality of Services.

Wenn die Aktionaere wahrscheinlich noch in diesem Monat der im Dezember 1995 vereinbarten Uebernahme von Alantec durch Fore Systems zustimmen, wird das Unternehmen in Fore aufgehen. Allerdings sollen die Alantec-Produkte ihre Bezeichnung Powerhub im kuenftigen Fore-Portfolio behalten.

Die Weichen sind jedenfalls in beiden Unternehmen bereits auf Fusion gestellt. Schon im zweiten Quartal 1996 soll mit dem "Powercell 700" ein ATM-Modul fuer den Powerhub 7000 ausgeliefert werden. Mit "Powercell 600" und "Powercell 400" sollen im dritten Quartal zwei weitere ATM-Module fuer die Powerhubs 6000 und 4000 folgen. Grundlage der Produkte wird die Fore-Software "Fore Thought" sein.

Fore, das sich bislang ausschliesslich auf ATM konzentriert hatte und laut Dataquest in diesem Bereich mit knapp 70 Prozent Marktanteil fuehrend ist, versucht mit dem Kauf der Switching- Company Alantec Oberwasser zu behalten. Nachdem die Migration zu ATM-Netzen bisher schleppend verlaeuft, musste sich das Unternehmen aus Warrendale, Pennsylvania, ein Standbein im Switching-Markt suchen. Kunden sollen nun durch ein durchgaengiges Portfolio sanft von Shared- oder Switched LANs auf ATM-Netze migrieren koennen.