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07.09.1990 - 

PC-Software erleichtert die Angebotserstellung

Albingia-Versicherung entlastet Außendienstler durch Service-SW

HAMBURG (qua) - Wer den Vertrieb vereinfacht, darf mit höheren Umsätzen rechnen. Getreu dieser Maxime investierte die Hamburger Albingia Versicherungs AG rund eine Million Mark in die Entwicklung eines anwenderfreundlichen PC-Programms für Außendienst-Mitarbeiter und Agenten.

Für den DV-Bereich und damit auch für das Softwareprojekt "Albserv" zeichnet das Vorstandsmitglied Rolf Lehmann verantwortlich. Das PC-Programm, so erläutert der DV-Fachmann, soll den eigenen Außendienstlern sowie den Mehrfach-Agenten ermöglichen, sich "ganz auf die Probleme der Kunden statt auf das Blättern in Tarifbüchern zu konzentrieren".

Das Produkt löse drei Probleme auf einen Streich: Trotz der zunehmend komplizierteren und ständigen Veränderungen unterworfenen Tarife seien die externen Berater in der Lage, schnell und sicher die für den jeweiligen Kunden anfallenden Kosten zu berechnen. Aufgrund der simultanen Darstellung unterschiedlicher Varianten lasse sich die Preis-Leistungs-Relation verschiedener Produkte leichter vergleichen. Außerdem unterstütze die Software den Berater bei der Abfrage sogenannter Randrisiken.

Das Programm wird seit Anfang des Jahres kostenlos an Außendienstler und Agenten verteilt. Laut Lehmann sind bislang 560 Kopien im Einsatz, etwa 150 davon bei Mehrfach-Agenten. Manfred Herzog, Gruppenleiter DV-Anwendungen, schätzt die Zielgruppe auf rund 7000 Agenturen; die Albingia habe sich vorgenommen, etwa ein Fünftel dieser Agenten mit der Servicesoftware auszurüsten: "Wir rechnen damit, daß wir auf weit über tausend Systeme kommen."

Keine Furcht vor Nachbauten

Auf den Return on Investment angesprochen, führt Lehmann eine "erhöhte Produktion" im Bereich Lebensversicherung ins Feld, die seit Anfang des Jahres zu beobachten sei. Zwar, so räumt das Vorstandsmitglied ein, lasse sich ein solcher Erfolg niemals zweifelsfrei nachweisen; er sei jedoch davon überzeugt, daß die anwenderfreundliche Servicesoftware bei den Mehrfach-Agenten die Bereitschaft steigere die Albingia-Produkte ins Kalkül zu ziehen.

Zwar deckt das System bisher lediglich das Privatgeschäft ab; die Bereiche Kranken- und Gewerbeversicherung sind jedoch in Vorbereitung, wodurch der Speicherbedarf von momentan 6 bis 7 auf dann 10 MB steigen wird. Schnittstellen zum Angebotsspeicher der Albingia sowie zum Agentursystem Albas existieren bereits.

Daß der Mitbewerb das System nachbauen könnte, schreckt die DV-Fachleute der Versicherung wenig. Wie DV-Leiter Gerhard Hundegger versichert, läßt sich ein solches Programm nicht einfach für einen anderen Anbieter umschreiben.

Nach Ansicht ihrer DV-Spezialisten hat die Albingia einen relativ sicheren Vorsprung vor der Konkurrenz - insbesondere vor den Mitbewerbern, die bereits ein weniger komfortables System in Gebrauch haben.

Lehmann: "Jemand, der schon ein Programm hat, kann kaum zu seinem Vorstand gehen und ihm sagen, daß er jetzt etwas Neues brauche. "